18.6.10

Wieder keine Lemschen Ausmaße

Wie wertvoll "Moon" sein kann, erfährt der geneigte Zuschauer erst bei der Zweitsichtung. Bei der Erstsichtung verläuft der Spannungsbogen nämlich allein im Kopf ab. Wen sieht er da? Warum hat er Wahnvorstellungen? Prügeln sich die Kerle bald die Scheiße aus dem Leib? Bringt einer den anderen heimtückisch um? Dreht einer komplett durch und tut etwas Unerwartetes? Wann fängt der Computer an zu töten? Ah jetzt...och nö, er tippt nur das Paßwort ein. Bringt die Rettungscrew alle um? Wird er der Welt einen Klon-Skandal aufzeigen?
Die Antworten kennt der zweitsichtende Zuschauer, der sich nun nicht mehr den Kopf zerbrechen muß und stattdessen völlig in den Film eintauchen kann. Und er erlebt ein ganz großes Nichts. Es gibt keine Spannungskurve, keine Überraschungen und alles, was 20 Minuten vorher angekündigt wird, passiert auch genau so.
Ist das jetzt so einfallslos, daß es wieder originell ist...?

Kommentare:

  1. Lolly Roflonsson19. Juni 2010 um 19:20

    Wenn der Silvan da nur mitgespielt hätte, wer der schon Weltklasse geworden. Er wurde ja mehrmals angefragt, mußte aber leider die WM von 1982 aufarbeiten.

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  2. Dann hätte es vermutlich Oscars gehagelt, daß die Schwarte kracht.

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