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26.7.10

Safety Dance

Natürlich war ich als Techno-Veteran dieses Wochenende auch in Sodom und Gomorrha, also bei der Liebesparade in Duisburg, um eine gerechte biblische Strafe für unser unzüchtiges Treiben zu erfahren. Soviel sei schon mal gesagt, ich bin mit einem blauen Auge davongekommen. Wie die meisten meiner "Raver"-Kollegen, wie alle Ü-50-Jährigen uns Antichristen ja nennen. Vielleicht sei an dieser Stelle allen Bildungsbürgern und FDP-Wählern noch einmal erklärt, dass Blümchen und Marusha in den 90ern mal "raveten" und Amerikaner immer noch auf "einen Rave gehen", wenn sie 4/4-Takt-Lady-Gaga-Electro-Beats hören, aber einige Begriffe benutzt man einfach nicht mehr. Ich nenne Rajko ja auch nicht Emo, obwohl er einer ist.


Heutzutage stampft man. Und so stampfte ich auch allen voran Richtung Tunnel, als ich plötzlich 5 Cent auf dem Boden liegen sah, mich bückte und sie aufhob. Ein paar Leute hinter mir dachten wohl, ich vollführe gerade den neusten Dancemove und schmissen sich daraufhin auch auf den Boden. Andere hatten keinen Bock darauf und stampften weiter. Ich auch. Denn unter mir lagen drei maskierte Serben und Alfons' Schwester, Gott hab sie selig, rächend sprang ich auf ihren Eiern herum. Doch im gleichen Moment sah ich plötzlich den kleinen Hui Bui, wie er an die Tunnelwand gedrückt wurde und im Beton sich so langsam ein Abdruck seines kleinen gebrechlichen chinesischen Schuhfabrikkörpers bildete. Ich eilte hin, bekam aber nur noch einige Schädelknochen seines gerade zerplatternden Kopfes ins Gesicht. Davon machte ich ein Foto, bevor ich weinte. Jetzt ist er somewhere over the rainbow. Tja, unsere Eltern werden jetzt sagen: Sowas kommt von sowas. Aber Du Hui und die anderen 18, wenn ich das nächste Mal zu derben Techno-Beats feiere, werdet ihr als Märtyrer in der Musik weiterleben.


Brian Fantana war übrigens undercover als Eva Herman unterwegs. Er hat sich noch nicht wieder gemeldet.

4.2.10

Schämt Euch!

90 Prozent wollen lieber große echte Titten sehen, als für Hui Bui ein Spendenkonto einzurichten.
Soll er etwa den Rest seines Lebens im Reisfeld sitzen, auf seinen Gong hauen und 20 Stunden am Tag Schuhe zusammennähen? Obwohl er Dirt sein Bett finanziert hat?
Ich hatte ihm ja geschrieben, daß deutsche Wohltäter mit einer Schwäche für Kinder überlegen, ihm zu helfen, aber jetzt werde ich ihm wohl eine Absage erteilen müssen.
"Sorry Hui, aber meine Leser wollen lieber Titten, als Dir zu helfen. Kann man nichts machen, aber wenigstens lernst Du schon früh im Leben, daß das Leben hart ist, und man sich auf niemanden verlassen kann. Danke nochmal für Deine Spende, aber bitte schreibe uns nie wieder, damit wir unser schlechtes Gewissen schneller verdrängen können.
Gruß Alfons"
Nun gut; hier habt Ihr Eure Titten.