An sich ein vernünftiger Beitrag - auch wenn die letzte Konsequenz fehlt.
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25.11.13
21.5.12
Zuletzt abgeschaltet
Weil sie die thematisierten Probleme für überzogen hält.
Der normale Mensch mit IQ über 5 verliert.
Weil er solche weltfremden Arschlöcher zur Genüge kennt.
Weil es nicht überspitzt genug sein kann.
Weil 'Carnage' bittere Realität ist.
Und er nichts dagegen tun kann.
Das stimmt ihn traurig.
29.1.11
Versuchen kann mans ja
Türke betritt den Laden, greift sich ne Tüte Chips.
Türke: Guten Tag.
Alfons: Hallo. 2,60.
Türke reicht einen 50€ Schein.
Türke: Nee warte, hab ich klein.
Er gibt 3€ und Alfons gibt den Schein zurück.
Türke: Kannste mir den 50er klein machen? So in 20er und 10er?
Alfons: Klar doch. nimmt 2 20er und einen 10er aus der Kasse
Türke: Sag mal, ist vielleicht ne blöde Frage, aber von hier nach Kreuzberg, ist es da weit?
Alfons: Ja, keine Ahnung. Wo willste denn hin?
Türke: Na zu der Brücke da.
Alfons: Das ist ja sehr genau. Keine Ahnung.
Türke: Na okay. Bekomm ich dann meine 50€?
Alfons: Klar, sowie Du mir den Fuffi gegeben hast.
Türke: Hab ich Dir doch gerade gegeben.
Alfons: Nee, haste nicht.
Türke: Klar hab ich das. Haste in die Kasse gelegt.
Selbst wenn er nicht aufgepaßt hätte, wäre Alfons spätestens jetzt mißtrauisch geworden; weil Leute immer wieder behaupten "Ich hab doch aber mit nem ... bezahlt", packt er das Geld nämlich nie in die Kasse, bevor die Transaktion beendet ist.
Alfons: Hab ich sicherlich nicht. Wenn Du 50€ gewechselt haben willst, gib mir den Schein, ansonsten auf Wiedersehen.
Türke: Ey nee, mußt Du haben, ich hab ihn nicht mehr. Hier, schau mal ins Portemonnaie.
Hält sein leeres Portemonnaie hin
Alfons: Keine Ahnung, wo Du ihn hingepackt hast, aber ich habe ihn sicher nicht.
Türke: Ich hab doch gesehen, wie Du ihn in die Kasse gelegt hast.
Alfons: Das hast Du unter Garantie nicht gesehen, weil ich kein Geld in die Kasse gepackt habe.
Scheinbar merkt er jetzt, daß es nicht klappt.
Türke: Ach, da isser ja. Hab ich wohl aus Versehen ins Kleingeldfach gepackt, als ich das Geld rausgeholt habe.
Alfons: Sicher hast Du das.
Türke: Ach weißte was, ich wechsel das Geld dann nachher einfach in Kreuzberg.
Alfons: Okay, mach das. Und jetzt willste nicht auch noch die Chips stornieren?
Türke: Nee, Wiedersehen.
Alfons: Ciao.
Der nächste Kunde kommt an den Tresen.
Kunde: Genau das hat er heute Mittag schon bei Kaiser's versucht.
Alfons: Wenn ich den ganzen Tag hier die Straße lang laufe und bei 5en klappts, ist das immerhin ein erträglicher Tagessatz. Da stört es dann auch nicht, daß ich seine 40 Cent Wechselgeld behalten habe.
Türke: Guten Tag.
Alfons: Hallo. 2,60.
Türke reicht einen 50€ Schein.
Türke: Nee warte, hab ich klein.
Er gibt 3€ und Alfons gibt den Schein zurück.
Türke: Kannste mir den 50er klein machen? So in 20er und 10er?
Alfons: Klar doch. nimmt 2 20er und einen 10er aus der Kasse
Türke: Sag mal, ist vielleicht ne blöde Frage, aber von hier nach Kreuzberg, ist es da weit?
Alfons: Ja, keine Ahnung. Wo willste denn hin?
Türke: Na zu der Brücke da.
Alfons: Das ist ja sehr genau. Keine Ahnung.
Türke: Na okay. Bekomm ich dann meine 50€?
Alfons: Klar, sowie Du mir den Fuffi gegeben hast.
Türke: Hab ich Dir doch gerade gegeben.
Alfons: Nee, haste nicht.
Türke: Klar hab ich das. Haste in die Kasse gelegt.
Selbst wenn er nicht aufgepaßt hätte, wäre Alfons spätestens jetzt mißtrauisch geworden; weil Leute immer wieder behaupten "Ich hab doch aber mit nem ... bezahlt", packt er das Geld nämlich nie in die Kasse, bevor die Transaktion beendet ist.
Alfons: Hab ich sicherlich nicht. Wenn Du 50€ gewechselt haben willst, gib mir den Schein, ansonsten auf Wiedersehen.
Türke: Ey nee, mußt Du haben, ich hab ihn nicht mehr. Hier, schau mal ins Portemonnaie.
Hält sein leeres Portemonnaie hin
Alfons: Keine Ahnung, wo Du ihn hingepackt hast, aber ich habe ihn sicher nicht.
Türke: Ich hab doch gesehen, wie Du ihn in die Kasse gelegt hast.
Alfons: Das hast Du unter Garantie nicht gesehen, weil ich kein Geld in die Kasse gepackt habe.
Scheinbar merkt er jetzt, daß es nicht klappt.
Türke: Ach, da isser ja. Hab ich wohl aus Versehen ins Kleingeldfach gepackt, als ich das Geld rausgeholt habe.
Alfons: Sicher hast Du das.
Türke: Ach weißte was, ich wechsel das Geld dann nachher einfach in Kreuzberg.
Alfons: Okay, mach das. Und jetzt willste nicht auch noch die Chips stornieren?
Türke: Nee, Wiedersehen.
Alfons: Ciao.
Der nächste Kunde kommt an den Tresen.
Kunde: Genau das hat er heute Mittag schon bei Kaiser's versucht.
Alfons: Wenn ich den ganzen Tag hier die Straße lang laufe und bei 5en klappts, ist das immerhin ein erträglicher Tagessatz. Da stört es dann auch nicht, daß ich seine 40 Cent Wechselgeld behalten habe.
10.11.10
Die Elite muß nicht warten
Ich war heute im Bürgeramt. Die Idee, genau 21 Jahre nach dem Mauerfall einen neuen Big Brother Ausweis zu beantragen, fand ich irgendwie komisch. Aber egal.
Ich komme also dort an und sehe, daß 52 Bürger vor mir warten. Nach 10 Minuten hat sich die Zahl nicht verringert, es werden immer noch die gleichen Wartenummern angezeigt. Ein paar Bürger sind auch schon ungeduldig. Eine geht sogar. Ein Mann steht auf, geht zum Empfang und fragt, wie lange denn hier die Mittagspause sei. Die Mittagspause sei schon längst beendet, bekommt er zu hören, woraufhin er fragt, woran es denn dann liege, daß schon seit über 30 Minuten niemand mehr aufgerufen wurde. Die Dame versichert, daß alle ordnungsgemäß arbeiten. Es könne halt auch mal länger dauern. Der Mann bleibt weiterhin schnaubend am Empfang stehen. Schlimm seien diese Zustände. Echt schlimm.
Da springt die Anzeige plötzlich um, und meine Nummer wird aufgerufen. Der Mann schaut verblüfft und argwöhnisch zugleich, während ich lächelnd winkend zur Bearbeiterin ins Zimmer gehe. Ich weiß, wie lange man hier warten kann und habe deswegen einen Termin gebucht. Online. Das sage ich ihm natürlich nicht. Bin schließlich ein Arschloch.
Als ich das Amt 5 Minuten später verlasse, warten schon 57 Bürger, und ich fühle mich wie Homer, als er Nummer 1 der Steinmetze war: Elitär.
Ich komme also dort an und sehe, daß 52 Bürger vor mir warten. Nach 10 Minuten hat sich die Zahl nicht verringert, es werden immer noch die gleichen Wartenummern angezeigt. Ein paar Bürger sind auch schon ungeduldig. Eine geht sogar. Ein Mann steht auf, geht zum Empfang und fragt, wie lange denn hier die Mittagspause sei. Die Mittagspause sei schon längst beendet, bekommt er zu hören, woraufhin er fragt, woran es denn dann liege, daß schon seit über 30 Minuten niemand mehr aufgerufen wurde. Die Dame versichert, daß alle ordnungsgemäß arbeiten. Es könne halt auch mal länger dauern. Der Mann bleibt weiterhin schnaubend am Empfang stehen. Schlimm seien diese Zustände. Echt schlimm.
Da springt die Anzeige plötzlich um, und meine Nummer wird aufgerufen. Der Mann schaut verblüfft und argwöhnisch zugleich, während ich lächelnd winkend zur Bearbeiterin ins Zimmer gehe. Ich weiß, wie lange man hier warten kann und habe deswegen einen Termin gebucht. Online. Das sage ich ihm natürlich nicht. Bin schließlich ein Arschloch.
Als ich das Amt 5 Minuten später verlasse, warten schon 57 Bürger, und ich fühle mich wie Homer, als er Nummer 1 der Steinmetze war: Elitär.
6.11.10
Die Arschloch-Brigade
Die jungen Arschlöcher
The Social Network
Die kennt jeder, der mal eine Uni oder ein Internet Café von innen gesehen hat: Nerds, die unfähig sind, außerhalb des Internets miteinander zu kommunizieren, sind neidisch auf offline (nicht minder arschlochigere) Herrenmännchen und kreieren mal eben so ein milliardenschweres soziales Netzwerk. Das packt Fincher in die ersten 20 Minuten und beschäftigt sich dann 100 Minuten damit, die Dekonstruktion von Freundschaften aufzuzeigen. Arschlöcher ohne Geld wollen gerne größere Arschlöcher mit Geld werden. Arschlöcher mit Geld werden größere Arschlöcher mit mehr Geld.
Wieso haben Arschlöcher eigentlich Freunde? Die Frage muß Fincher gar nicht beantworten; gleich und gleich gesellt sich eben gern.







Die alten Arschlöcher
Wall Street: Money Never Sleeps
Stone wills noch einmal wissen und schickt Opi Douglas erneut an die Wall Street, um seine Tochter und Möse LaBuff zu bescheißen. Dabei wirft er so übertrieben mit Arschlöchern um sich, daß man zwischenzeitlich gar nicht mehr weiß, obs überhaupt Identifikationsfiguren gibt. Ist aber (wie bei Fincher) auch völlig egal – an der Börse solls schließlich keine Identifikationsfiguren geben. Interessant: Hannas Misogynie-Vorwürfe hat Stone nicht vergessen und versucht es hier zu kaschieren, indem er der sonst niedlichen Carey Mulligan einen Kampflesbenhaarschnitt verpasst, und sie gleich auch noch das Ruder in die Hand nehmen lässt, während LaBuff neben seinem weinerlichen Dackelblick nicht viel beizusteuern hat, außer der Erkenntnis, daß man ohne Rückgrat und haarige Eier keine Chance hat.




Das historische Arschloch
12 men are dead, 34 severely injured– I think we can call this a success.
Walker
18Blumenkohl wird William Walker nach Nicaragua geschickt, um die Lage zu stabilisieren und die Einwohner unter Kontrolle zu halten. Alex Cox jagt einen famos stocksteifen Ed Harris durch eine anachronistische Welt und lässt ihn dabei stets den Glauben aussprechen, den Einwohnern einen Gefallen zu tun, weil es nichts Größeres gibt, als von den USA beherrscht zu werden.
Einen der großartigsten Momente liefert Cox, wenn der Trommler am Abend vor dem Einmarsch fragt, ob er die Trommel nicht gegen ein Gewehr eintauschen kann, da er sich sonst so unsicher fühlen würde. Walker antwortet nur
As long as you’re under my command, nothing is going to happen to you.
In der nächsten Szene wird der Trommler an der Spitze der Einheit von Kugeln zersiebt wie seinerseits der Waffentester von Ed-209, während Walker sich mit dem Arzt über das Wetter unterhält.








Die Amateur-Arschlöcher
Underworld Cats
Es liest sich wie der Traum jeden Mannes ohne jegliche soziale Kompetenzen:
Ein Sexroboter, der jeden Wunsch erfüllt, geradezu lebensecht daherkommt und mit der Fernbedienung des DVD Players/Videorekorders gesteuert werden kann.
Der Haken: Der Hersteller hat Mist gebaut und die Weiber von „Ficken“ auf „Töten“ gestellt – ein Fehler fundamentalis.
Die Rückrufaktion verläuft dann leider auch nicht so, wie man sich das vorstellte, da sich ein einzelner Ficker weigert, das Produkt zurückzugeben; nun kommt die vom Sexshop gesandte Spezialeinheit zum Zug, die das Spielzeug um jeden Preis zurückbeschaffen soll…und das sonst so friedliche Örtchen Stadtlohn brennt.
Taubert glaubt zu wissen, was seine Zuschauer sehen wollen, und so dauert es gerade einmal 1:14 Minuten, bis die ersten blanken Titten im Bild erscheinen – nicht gerade schöne Titten, aber immerhin Titten. Für die schönen muß man schon mehr als 5 Minuten durchhalten – Taubert weiß schließlich um seine Qualitäten als Regisseur.
Wenn man die vollen 81 Minuten durchhält, bekommt man aber auch einiges geboten: Frauen, denen Stromkabel in die Mumu gesteckt werden, woraufhin sie explodieren, Frauen, denen Handgranaten in die Mumu gesteckt werden, woraufhin sie explodieren und Frauen, die beim Sex miauen, damit der Titel gerechtfertigt ist.
Als Zuschauer ziehendes Zugpferd wurde die dem geneigten Fan schon bekannte Schabracke Dolly Buster verpflichtet. Die sitzt zwar nur auf der Couch und schminkt sich, durch geschickte Szenenmontage wird daraus allerdings eine Hauptrolle mit ca. 20 Minuten Screentime. Bravo!

12.7.10
31 Minuten - 31 Worte/Sätze
Was mit Büchern geht, geht auch mit Worten/Sätzen:
Minute 1 – Das Wort, das ich zurzeit benutze
beschissene Hitze
Minute 2 – Das Wort, das ich als nächstes benutzen will
Masturbation
Minute 3 – Mein Lieblingswort
Ficken und all seine Derivate
Minute 4 – Mein Hasswort
telefonanieren und ähnlich geistreiche Wortspiele
Minute 5 – Ein Wort, das ich immer und immer wieder benutzen kann
Scheiße
Minute 6 – Ein Wort, das ich nur einmal benutzen kann
intelligente attraktive Frau - als Oxymoron
Minute 7 – Ein Wort, das mich an jemanden erinnert
Arschloch - erinnert mich an so einige Personen
Minute 8 – Ein Wort, das mich an einen Ort erinnert
stinkendes Drecksloch - erinnert mich ans Nürnberger Bahnhofsklo
Minute 9 – Das erste Wort, das ich je gesagt habe
Alfons
Minute 10 – Ein Wort meines Lieblingswortkünstlers
Fluxkompensator
Minute 11 – Ein Wort, das ich mal geliebt habe, aber jetzt hasse
Urst
Minute 12 – Ein Wort, das mir von jemandem empfohlen wurde
Hottentottenniggerjatz - die Bezeichnung für alles, was nicht der Schlagermusik zugehörig ist - empfohlen von Nennes Oma
Minute 13 – Ein Wort, bei dem ich nur lachen kann
knorke - göttlich!
Minute 14 – Ein Wort aus meiner Kindheit
Nicki - zu meiner Zeit wußte niemand, was ein T-Shirt ist...
Minute 15 – Das 4. Wort, das Dir gerade einfällt
Penis
Minute 16 – Das 9. Wort, das Dir gerade einfällt
Müllabfuhr
Minute 17 – Augen zu und irgendein Wort aus dem Kopf nehmen
diabolische Gedankenkontrolle
Minute 18 – Das Wort mit dem schönsten Klang, das ich kenne
Superkalifragilistigexpialigetisch
Minute 19 – Ein Wort, das ich schon immer benutzen wollte
keine Ahnung, ist aber sicherlich ein Schimpfwort
Minute 20 – Das beste Wort, das ich während der Schulzeit gelernt habe
Pause
Minute 21 – Das blödeste Wort, das ich während der Schulzeit gelernt habe
Politik
Minute 22 – Das Wort in meinem Kopf, das die meisten Buchstaben hat
F-I-C-K-E-N - 6 Buchstaben reichen
Minute 23 – Das Wort in meinem Kopf, das die wenigsten Buchstaben hat
O - 1 Buchstabe; wahlweise auch A oder I
Minute 24 – Ein Wort, von dem niemand gedacht hätte, dass ich es kenne
Toleranz
Minute 25 – Ein Wort, das mich ziemlich gut beschreibt
großartig
Minute 26 – Ein Wort, das ich meinen Kindern beibringen würde
Respekt
Minute 27 – Ein Wort, das mein Ideal beschreibt
reich
Minute 28 – Zum Glück wurde dieses Wort verfilmt!
FUCK - eine Doku über das Wort Fuck
Minute 29 – Warum zur Hölle wurde dieses Wort verfilmt?
Die Frauen - ein Film über keifende Fotzen
Minute 30 – Das Wort, das ich zurzeit benutze
Fotze
Minute 31 – Das Wort, das ich als nächstes benutzen will
Onanieren
Jetzt sind da gar keine Sätze drin - höchstens Wortgruppen.
Scheiße.
Minute 1 – Das Wort, das ich zurzeit benutze
Minute 2 – Das Wort, das ich als nächstes benutzen will
Minute 3 – Mein Lieblingswort
Minute 4 – Mein Hasswort
Minute 5 – Ein Wort, das ich immer und immer wieder benutzen kann
Minute 6 – Ein Wort, das ich nur einmal benutzen kann
Minute 7 – Ein Wort, das mich an jemanden erinnert
Minute 8 – Ein Wort, das mich an einen Ort erinnert
Minute 9 – Das erste Wort, das ich je gesagt habe
Minute 10 – Ein Wort meines Lieblingswortkünstlers
Minute 11 – Ein Wort, das ich mal geliebt habe, aber jetzt hasse
Minute 12 – Ein Wort, das mir von jemandem empfohlen wurde
Minute 13 – Ein Wort, bei dem ich nur lachen kann
Minute 14 – Ein Wort aus meiner Kindheit
Minute 15 – Das 4. Wort, das Dir gerade einfällt
Minute 16 – Das 9. Wort, das Dir gerade einfällt
Minute 17 – Augen zu und irgendein Wort aus dem Kopf nehmen
Minute 18 – Das Wort mit dem schönsten Klang, das ich kenne
Minute 19 – Ein Wort, das ich schon immer benutzen wollte
Minute 20 – Das beste Wort, das ich während der Schulzeit gelernt habe
Minute 21 – Das blödeste Wort, das ich während der Schulzeit gelernt habe
Minute 22 – Das Wort in meinem Kopf, das die meisten Buchstaben hat
Minute 23 – Das Wort in meinem Kopf, das die wenigsten Buchstaben hat
Minute 24 – Ein Wort, von dem niemand gedacht hätte, dass ich es kenne
Minute 25 – Ein Wort, das mich ziemlich gut beschreibt
Minute 26 – Ein Wort, das ich meinen Kindern beibringen würde
Minute 27 – Ein Wort, das mein Ideal beschreibt
Minute 28 – Zum Glück wurde dieses Wort verfilmt!
Minute 29 – Warum zur Hölle wurde dieses Wort verfilmt?
Minute 30 – Das Wort, das ich zurzeit benutze
Minute 31 – Das Wort, das ich als nächstes benutzen will
Jetzt sind da gar keine Sätze drin - höchstens Wortgruppen.
Scheiße.
1.7.10
Goethe Vs. Schlink
Tag 21 – Das blödeste Buch, das Du während der Schulzeit als Lektüre gelesen hast


Klares Unentschieden; ich konnte mich einfach nicht entscheiden, welches von beiden schlechter ist: 50 Seiten lang ausufernde Naturbeschreibungen, die den Protagonisten als schwer abhängigen LSD-Konsumenten outen, oder die zähe bübische Fickgeschichte, die am Ende den Holocaust mit Analphabetismus entschuldigt.
Haarscharf verloren: Narziß & Goldmund, bei dem ich mich nicht einmal mehr erinnern kann, warum ich es so gehaßt habe; hatte aber sicherlich irgendwas mit Hermann Hesse zu tun...
17.6.10
Kein Mitleid mit Jesus
Jesus betritt den Laden.
Er ist vollständig in Weiß gekleidet.
Nach ca. 30 Minuten des Stöberns kommt er an den Tresen, packt 2 Filme hin und greift sich eine Flasche Cola aus dem Kühlschrank.
"Die Kaate is nicht von hier. Da brauch ick n Ausweis." -
"Wieso? Ist doch Euer Laden?" -
"Nee. Is ne andre Filjale." -
"Aber die habt Ihr doch zugemacht?" -
"Ja." -
"Und nun?" -
"Gib mir n Ausweis und ick trag Dich hier ein." -
"Wieso? Seid Ihr nicht vernetzt?" -
"Nee." -
"Ausweis hab ich nicht dabei."
*staring contest*
"Gut, dann eben nicht." -
"Willste die Cola?" -
"Nein, die stell ich dann gleich wieder zurück." -
Jetzt hat er es mir aber gezeigt. Ich muß so tun, als wäre ich nicht in meiner Ehre gekränkt, weil er mir 1,50€ Umsatz nicht gönnt.
"Okay, Ciao." Verpiß Dich.
Ich hätte ihn sogar in der Datenbank gehabt, hätte dafür aber an einen anderen Computer gehen müssen. Irgendwann muß man aber mal damit anfangen, Leute dafür zu bestrafen, daß sie wie die Friseure aus dem Haus gehen.
Und außerdem wollte ich noch sehen, ob er andere Hindernisse genauso leicht überwindet, wie er übers Wasser läuft. Scheinbar nicht.
Er ist vollständig in Weiß gekleidet.
Nach ca. 30 Minuten des Stöberns kommt er an den Tresen, packt 2 Filme hin und greift sich eine Flasche Cola aus dem Kühlschrank.
"Die Kaate is nicht von hier. Da brauch ick n Ausweis." -
"Wieso? Ist doch Euer Laden?" -
"Nee. Is ne andre Filjale." -
"Aber die habt Ihr doch zugemacht?" -
"Ja." -
"Und nun?" -
"Gib mir n Ausweis und ick trag Dich hier ein." -
"Wieso? Seid Ihr nicht vernetzt?" -
"Nee." -
"Ausweis hab ich nicht dabei."
*staring contest*
"Gut, dann eben nicht." -
"Willste die Cola?" -
"Nein, die stell ich dann gleich wieder zurück." -
Jetzt hat er es mir aber gezeigt. Ich muß so tun, als wäre ich nicht in meiner Ehre gekränkt, weil er mir 1,50€ Umsatz nicht gönnt.
"Okay, Ciao." Verpiß Dich.
Ich hätte ihn sogar in der Datenbank gehabt, hätte dafür aber an einen anderen Computer gehen müssen. Irgendwann muß man aber mal damit anfangen, Leute dafür zu bestrafen, daß sie wie die Friseure aus dem Haus gehen.
Und außerdem wollte ich noch sehen, ob er andere Hindernisse genauso leicht überwindet, wie er übers Wasser läuft. Scheinbar nicht.
5.5.10
S-Bahn Lauscher
"Schönen Guten Tag, die Fahrausweise bitte."
"Sprechen Sie Deutsch?" - Kopfschütteln
"This is only a Ergänzungsfahrschein." -
"I don't understand. We bought this for the train." -
"Yes, but you need another full ticket." -
"But we have those tickets." -
"No but das reicht nicht. This is only for ERGÄNZUNG. Steigen Sie mal bitte mit aus. Come with please. You have to pay a Strafe."
Gibts bei denen immer noch ne Kopfprämie oder benahm sich der Kontrolleur wie ein Arschloch, weil er aussah wie frisch von der NPD-Demo, während sie einen sehr "alternativen" Eindruck machten...?
Mädchen schaut aus dem Fenster:
"Wofür isn der Sand?" -
"Das ist hier n Betrieb" -
"Und wofür ist der Sand?" -
"Ist so schwarzer Kohlensand" -
"Aber wofür ist der?" -
"Keine Ahnung."
War bei Vattenfall. Vielleicht verheizen die den Kohlensand...?
"Sprechen Sie Deutsch?" - Kopfschütteln
"This is only a Ergänzungsfahrschein." -
"I don't understand. We bought this for the train." -
"Yes, but you need another full ticket." -
"But we have those tickets." -
"No but das reicht nicht. This is only for ERGÄNZUNG. Steigen Sie mal bitte mit aus. Come with please. You have to pay a Strafe."
Gibts bei denen immer noch ne Kopfprämie oder benahm sich der Kontrolleur wie ein Arschloch, weil er aussah wie frisch von der NPD-Demo, während sie einen sehr "alternativen" Eindruck machten...?
Mädchen schaut aus dem Fenster:
"Wofür isn der Sand?" -
"Das ist hier n Betrieb" -
"Und wofür ist der Sand?" -
"Ist so schwarzer Kohlensand" -
"Aber wofür ist der?" -
"Keine Ahnung."
War bei Vattenfall. Vielleicht verheizen die den Kohlensand...?
25.3.10
HAST DU N PROBLEM?
Ich sitze in der Tram.
Sie ist voll.
Ein Mann steigt ein.
Er lehnt sich an die Fahrertür.
Ein Klopfen ertönt aus der Fahrerkabine.
Der Mann dreht sich um und kuckt.
Nichts passiert.
Der Mann lehnt sich wieder an die Fahrertür.
Der Fahrer öffnet und schließt die Tür in rascher Sequenz.
Der Mann ist irritiert.
"Was soll denn das?" -
"Kannst Du nicht lesen?" antwortet der Fahrer und zeigt auf ein Schild "Fahrertür bitte freihalten".
"Bist Du bescheuert?" fragt der Mann und stellt sich woanders hin.
Beim Aussteigen verabschiedet er sich herzlich.
Ein Pärchen steigt ein.
Sie lehnt sich an die Fahrertür, während er sie befummelt.
Der Fahrer klopft.
Beide schauen.
Nichts passiert.
Sie fummeln weiter.
Der Fahrer klopft nochmal.
Der 1,85m große Freund mit der Figur eines russischen Hammerwerfers klopft zurück.
"HAST DU N PROBLEM?!"
Der Fahrer hat kein Problem.
Sie fummeln weiter.
Der Fahrer klopft nicht mehr.
Ich bin amüsiert.
Sie ist voll.
Ein Mann steigt ein.
Er lehnt sich an die Fahrertür.
Ein Klopfen ertönt aus der Fahrerkabine.
Der Mann dreht sich um und kuckt.
Nichts passiert.
Der Mann lehnt sich wieder an die Fahrertür.
Der Fahrer öffnet und schließt die Tür in rascher Sequenz.
Der Mann ist irritiert.
"Was soll denn das?" -
"Kannst Du nicht lesen?" antwortet der Fahrer und zeigt auf ein Schild "Fahrertür bitte freihalten".
"Bist Du bescheuert?" fragt der Mann und stellt sich woanders hin.
Beim Aussteigen verabschiedet er sich herzlich.
Ein Pärchen steigt ein.
Sie lehnt sich an die Fahrertür, während er sie befummelt.
Der Fahrer klopft.
Beide schauen.
Nichts passiert.
Sie fummeln weiter.
Der Fahrer klopft nochmal.
Der 1,85m große Freund mit der Figur eines russischen Hammerwerfers klopft zurück.
"HAST DU N PROBLEM?!"
Der Fahrer hat kein Problem.
Sie fummeln weiter.
Der Fahrer klopft nicht mehr.
Ich bin amüsiert.
22.3.10
Aus dem Leben eines Arschlochs (Randnotiz #7)
Ein Kumpel brach sich letztens ein Bein; aus Angst wegen akuter Besoffenheit bei Glätte auszurutschen, bestellte er sich ein Taxi und stürzte beim Aussteigen 5m vor der Wohnungstür. Wir alle haben gelacht.
Nun kam er heute auf Krücken an, und Spaßvogel der ich bin, stellte ich die Krücken 25cm kürzer ein, während er auf dem Klo war - ich erhoffte mir dadurch eine komische Situation, die im besten Fall darin ausarten sollte, daß er lustig auf die Schnauze fällt. Man könnte mir jetzt mangelndes Einfühlungsvermögen oder den emotionalen Grad eines 5-jährigen nachsagen, und es wäre vermutlich nicht übertrieben; ich lache gerne über Leute die sich aufs Maul packen - es kam aber anders:
Als er sich verabschiedete, packte er sich die Krücken unter den Arm und humpelte von dannen - er müsse üben, das Bein wieder zu belasten. So einfach kann man mir den Spaß verderben; was ein Arschloch.
Btw, wir haben ja Frühling; nicht mehr lange, und der Sommer ist da - Hurra!
Nun kam er heute auf Krücken an, und Spaßvogel der ich bin, stellte ich die Krücken 25cm kürzer ein, während er auf dem Klo war - ich erhoffte mir dadurch eine komische Situation, die im besten Fall darin ausarten sollte, daß er lustig auf die Schnauze fällt. Man könnte mir jetzt mangelndes Einfühlungsvermögen oder den emotionalen Grad eines 5-jährigen nachsagen, und es wäre vermutlich nicht übertrieben; ich lache gerne über Leute die sich aufs Maul packen - es kam aber anders:
Als er sich verabschiedete, packte er sich die Krücken unter den Arm und humpelte von dannen - er müsse üben, das Bein wieder zu belasten. So einfach kann man mir den Spaß verderben; was ein Arschloch.
Btw, wir haben ja Frühling; nicht mehr lange, und der Sommer ist da - Hurra!
11.3.10
Aus dem Leben eines Arschlochs (Randnotiz #4)

Ich will meine Mutter anrufen, scrolle also im Telefonbuch zu "Mama" und wähle. Es klingelt, es wird abgenommen und meine Oma meldet sich. Scheiße, eine Nummer zu weit gescrollt und verwählt. Während ich überlege, was ich nun tue, wiederholt sich am anderen Ende der Leitung das Hallo-Gebrülle. Wenn ich mich zu erkennen gebe, muß ich erklären, daß ich ich gar nichts von ihr will und mich anschließend dafür rechtfertigen, daß ich nie anrufe oder vorbeikomme. Die Nummer wird nicht übertragen, also warte ich schweigend; im Hintergrund höre ich Opa meckern. Irgendwann legt sie entnervt auf.
Es waren verdammt lange 30 Sekunden.
5.12.09
Geh doch zu Hause, Du oller Schweiger
Als ich heute über die Kritik der Filmbewertungsstelle stolperte, konnte ich mir ein lautes Lachen nicht verkneifen. Der Fortsetzung des Jahres wurden dort folgende Attribute zuerkannt:
Das Erfolgsrezept von Teil 1 wird übernommen:
Ist also wieder genauso Scheiße.
Slapstick-Einlagen
Uiuiui, ich bin ja der letzte, der nicht lacht, wenn Schweiger auf die Fresse fällt, aber macht das einen guten Film?
frecher Wortwitz
Da hat sich jemand vertippt: aufgewärmter alter Wortwitz müßte es heißen. Frech wäre schließlich sowas wie originell.
süße Kids
Ich bin ja der Meinung, daß das ein Oxymoron ist, aber selbst, wenn ich mich täuschen sollte, gehören die Schweiger Bratzen da ebenso wenig hin, wie Jimi Blue Ochsenknecht und wie die Arschlöcher noch alle so heißen.
viele bekannte deutsche Darsteller
Vorausgesetzt man hat ein BILD Abo.
Nenene, wenn der schon so gelobt wird, weil er alles uninspiriert wiederholt, ist das ein wahres Armutszeugnis für die deutsche Kulturlandschaft. Und wenn Leute uninspirierte Wiederholungen gut finden, haue ich doch glatt mein Gekrakel wieder raus, das mir zu Teil 1 damals aus den Fingern fiel:
Wenn die Sonne der Kultur schief steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten.
Karl Kraus
Rezeptur für einen erfolgreichen deutschen Kinofilm
Man nehme:
Die altbackene Liebesgeschichte vom arroganten Allesvögler, der sich für eine kleine graue Maus, die er am Anfang natürlich überhaupt nicht leiden kann, zum netten Kerl entwickelt. Sie kann ihn selbstverständlich auch erst gar nicht ab, merkt aber schnell, daß er doch so ganz anders als all die anderen ist, sodaß sie am Ende gemeinsam in den Sonnenuntergang reiten können.
Einen absolut dämlichen Titel, der notdürftig als Dialog ins Drehbuch integriert wird (siehe nächster Punkt).
Schlechte Dialoge, bei denen sich einem die Fußnägel hochrollen. Dafür schaut man sich auf 3 Promille abwechselnd Tarantino/Smith & Screwballkomödien an, um dann im Rausch zu entscheiden, daß man es wesentlich besser hinbekommen könnte, wenn man beides miteinander vermischt. Das Drehbuch muß dabei fertig sein, bevor man auf 2 Promille runter ist.
Eine Dramaturgie fernab jeder Realität, warum muß die Handlung auch nachvollziehbar sein – Hauptsache, alle haben Spaß.
Einen abgewrackten Ex-Mantafahrer, der blöd (oder größenwahnsinnig?) genug ist, zu glauben, jeder könne Regisseur, Produzent, Drehbuchautor und Hauptdarsteller in einer Person in sich vereinen, ohne dass die Qualität des Filmes darunter leiden würde.
Sämtliche Kinder des Regisseurs, Produzenten, Drehbuchautoren und Hauptdarstellers für Nebenrollen; je mehr sie nuscheln und keinen Satz geradeaus sprechen können, desto besser ist das für den "Oh, wie süüüüüß"-Faktor.
Darsteller, die in keiner Daily Soap eine Rolle kriegen würden, weil ihnen jegliches Talent und Gefühl für Timing abgeht. Kann man diese nicht bekommen, nimmt man „richtige“ Schauspieler und gibt ihnen die Anweisung, ihren Text so lustlos und hölzern wie möglich runterzurasseln. Nie mehr als ein Take und das Versprechen, daß bald Mittagspause ist, sollte dafür eine gute Motivation sein.
Cameoauftritte von C-Promis und Has Beens; damit jeder irgendwie mal im Kino hochschnellen kann, um mit ausgestrecktem Finger in Richtung Leinwand zu brüllen: „Den kenn ich doch! Das ist doch die/der aus dem Dings mit der Dings!“
Vergewaltigung deutschen Kulturgutes durch hippe Neuinterpretation von Kindern; vorzugsweise Goethe, Heine oder Schiller.
Einen Witz als Abschlusspointe, der so alt ist, daß Opa dafür schon an der Front aus Versehen durch Freundfeuer bestraft wurde. Scheißegal, solange es in Cinemascope erzählt wird, ist der Inhalt doch sowieso nebensächlich.
2000 Flaschen Jack Daniels (oder wahlweise anderen harten Stoff), um die Sache für alle Beteiligten erträglich zu machen.
Zubereitung:
Das ganze wird in einer Schüssel zu einem schleimigen Brei verrührt, und anschleißend für 30 Minuten bei 200 Grad im vorgeheizten Kitschofen gebacken.
Das Ergebnis garniert man dann mit den Mausetitten von Nora Tschirner – das Auge ißt ja schließlich mit.
Man erhält eine rohe Masse, die wie Scheiße aussieht, wie Scheiße riecht und wie Scheiße schmeckt, aber anstatt das ganze unter ständigem Rühren in den Ausguß zu kippen, verkauft man es für viel Geld an Warner; die haben schon lange rausgefunden, daß das Publikum alles schluckt, sofern es gut vermarktet wird.
Dabei hilft oft ein kleiner Skandal; so kann der Regisseur, Produzent, Drehbuchautor und Hauptdarsteller z.B. (rein hypothetisch natürlich) beleidigt aus der Filmakademie austreten, wenn sein Machwerk (zurecht) nicht für den deutschen Filmpreis nominiert wird.
Das sorgt für Schlagzeilen und mindestens eine Million Zuschauer mehr.
Und wenn der Kinovorführer dann sagt: „Heute gibt es Scheiße mit Erdbeeren.“, brüllt der ganze Saal geschlossen: „Iiiih, Erdbeeren!“
Et voilà – Champagner! So feiert man den Untergang des Abendlandes.
Die GALA-Wertung:
FLIRTCHANCEN: 5 von 5 Sektgläsern - aus irgendeinem seltsamen Grund ein echter Dosenöffner
CATERING: Das klassische Popcorn mit Loch in der Tüte wirkt Wunder und schmeckt der Begleitung; siehe Flirtchancen
OOPS...: Zwischendurch immer wieder Zeit gefunden, Hans Albers und Heinz Rühmann zu vermissen
Hmmmm, sieht irgendwie so aus, als hätte sich die Filmbewertungsstelle bei mir inspirieren lassen...
Ist also wieder genauso Scheiße.
Uiuiui, ich bin ja der letzte, der nicht lacht, wenn Schweiger auf die Fresse fällt, aber macht das einen guten Film?
Da hat sich jemand vertippt: aufgewärmter alter Wortwitz müßte es heißen. Frech wäre schließlich sowas wie originell.
Ich bin ja der Meinung, daß das ein Oxymoron ist, aber selbst, wenn ich mich täuschen sollte, gehören die Schweiger Bratzen da ebenso wenig hin, wie Jimi Blue Ochsenknecht und wie die Arschlöcher noch alle so heißen.
Vorausgesetzt man hat ein BILD Abo.
Nenene, wenn der schon so gelobt wird, weil er alles uninspiriert wiederholt, ist das ein wahres Armutszeugnis für die deutsche Kulturlandschaft. Und wenn Leute uninspirierte Wiederholungen gut finden, haue ich doch glatt mein Gekrakel wieder raus, das mir zu Teil 1 damals aus den Fingern fiel:
Wenn die Sonne der Kultur schief steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten.
Karl Kraus
Rezeptur für einen erfolgreichen deutschen Kinofilm
Man nehme:
Darsteller, die in keiner Daily Soap eine Rolle kriegen würden, weil ihnen jegliches Talent und Gefühl für Timing abgeht. Kann man diese nicht bekommen, nimmt man „richtige“ Schauspieler und gibt ihnen die Anweisung, ihren Text so lustlos und hölzern wie möglich runterzurasseln. Nie mehr als ein Take und das Versprechen, daß bald Mittagspause ist, sollte dafür eine gute Motivation sein.
Zubereitung:
Das ganze wird in einer Schüssel zu einem schleimigen Brei verrührt, und anschleißend für 30 Minuten bei 200 Grad im vorgeheizten Kitschofen gebacken.
Das Ergebnis garniert man dann mit den Mausetitten von Nora Tschirner – das Auge ißt ja schließlich mit.
Man erhält eine rohe Masse, die wie Scheiße aussieht, wie Scheiße riecht und wie Scheiße schmeckt, aber anstatt das ganze unter ständigem Rühren in den Ausguß zu kippen, verkauft man es für viel Geld an Warner; die haben schon lange rausgefunden, daß das Publikum alles schluckt, sofern es gut vermarktet wird.
Dabei hilft oft ein kleiner Skandal; so kann der Regisseur, Produzent, Drehbuchautor und Hauptdarsteller z.B. (rein hypothetisch natürlich) beleidigt aus der Filmakademie austreten, wenn sein Machwerk (zurecht) nicht für den deutschen Filmpreis nominiert wird.
Das sorgt für Schlagzeilen und mindestens eine Million Zuschauer mehr.
Und wenn der Kinovorführer dann sagt: „Heute gibt es Scheiße mit Erdbeeren.“, brüllt der ganze Saal geschlossen: „Iiiih, Erdbeeren!“
Et voilà – Champagner! So feiert man den Untergang des Abendlandes.
Die GALA-Wertung:
FLIRTCHANCEN: 5 von 5 Sektgläsern - aus irgendeinem seltsamen Grund ein echter Dosenöffner
CATERING: Das klassische Popcorn mit Loch in der Tüte wirkt Wunder und schmeckt der Begleitung; siehe Flirtchancen
OOPS...: Zwischendurch immer wieder Zeit gefunden, Hans Albers und Heinz Rühmann zu vermissen
Hmmmm, sieht irgendwie so aus, als hätte sich die Filmbewertungsstelle bei mir inspirieren lassen...
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