30.10.10

Themenwoche Klo - Making Of

Ich tue nun etwas, wofür mich viele gerne aus der Blogger-Community rauswerfen würden: ich verrate Betriebsgeheimnisse. Bloggen ist nämlich eine Kunst, die aus knallhartem Journalismus und ein wenig aus Flunkern besteht. Viele Leute unterstellen mir des Öfteren, daß ich mir Sachen ausdenken würde, was ich auch tue - allerdings nie das, was die Leute vermuten; die unglaublichsten Geschichten sind nämlich immer wahr.

Spoiler:



Alles fing damit an, daß sich Lolly Roflonsson bei mir beschwerte:

Grade auffem Klo wieder mal ne Hasskappe bekommen. Reststreifen in der Schüssel kennt man ja schon zu genüge (wobei ich mich schon frage, was die Leute meinen, wozu die Bürste neben dem Klo ist), aber Scheissflecken auf der Brille gehen ja nu mal endgültig gar nicht, blunzn wie klein sie sind.



Nochmal zu Erinnerung, das ist hier kein Klo auf irgendnem Festival, sondern eins in einem IT-Unternehmen, wo (na ja nicht wirklich, aber zumindest per Definition) hochqualifizierte und damit eigentlich auch intelligente Leute arbeiten. Machen die das so auch zu Hause?

Womöglich war es am Ende auch nur ein Inder, dem man vergessen hat, dass man bei uns nicht im Stehen scheißt.


Es ist durchaus legitim, sich über so etwas aufzuregen, aber mir schwebte zu der Angelegenheit ein ganz anderer Gedanken durch den Kopf: Ich gehe aufs Klo, sehe überall Scheiße, statt mich aber angewidert abzuwenden, fotografiere ich das mal eben. Wie krank muß man sein?
Also habe ich das Foto auf den Blog übernommen, um festzustellen, daß das völlig normal ist; denn viele haben mich zwar gefragt, was da passiert ist, aber keiner hat sich über das Foto gewundert; die Faszination des Grauens ist größer als man denkt, und Lolly hat (im Bezug auf die Allgemeinheit) nun doch keinen totalen geistigen Schaden.
Dann kam der Anruf der Putze, der fast genau so stattgefunden hat, wie er hier beschrieben wurde. Was die Dame, und unsere Leser, aber nicht wissen konnten: Unser Klo ist gar nicht zugeschissen (sondern das von Lolly). Dirt meinte aber, die soll man trotzdem mal einladen, sie könnte schließlich halbwegs nach was aussehen. Gesagt getan; allerdings würde sie erst einen Tag später kommen können, nicht gleich am nächsten. Mit Brian Fantana undercover, und Dirt in der Recherche hatte ich also das Problem, den folgenden Tag nicht füllen zu können, also nahm ich mich eines Taschenspielertricks an und bat Lolly, mir das Klo noch einmal sauber zu fotografieren.
Lolly, kannste das Klo noch einmal sauber fotografieren?

Lolly konnte, mußte dafür aber einiges überstehen:

Ich mußte tatsächlich nochmal mit der Bürste durchgehen, da alle 3 Schüsseln bei uns am Gang Bremsspuren-kontaminiert waren.

Das ist Selbstaufopferung für die gute Sache.
Nun konnte ich also einen Artikel reinstellen, in dem das Klo scheinbar von der Putze gesäubert wurde, was Dirt aber dazu nutzte, seinen Plan für den nächsten Tag zu perfektionieren.
Da kam nämlich die Putze, sah, daß es nichts zu putzen gab (das macht Dirt nämlich wirklich hervorragend), fand Dirt aber so geil, daß sie es gleich auf unserem Klo getrieben haben:

Jetzt kommt die Überraschung: Das sind zwei verschiedene Toiletten, die 500 Kilometer von einander entfernt stehen, aber raffinierte Trickfotografie und ein wenig Bearbeitung mit Fotoshop läßt wirklich den Eindruck entstehen, es wäre das gleiche Klo.
Damit dürften alle Fragen beantwortet sein.
Hättet Ihr es alleine erkannt?
Die Themenwoche Klo ist damit beendet. Danke für die Aufmerksamkeit.

Kommentare:

  1. Ja... manchmal... manchmal ist die Welt schon 'ne komische. Wenn ich hier übrigens meine Furz- und Kackanektdoten bringe, ist da nie was ausgedacht. Ausgeschmückt vielleicht. Aber im Kern immer wahr. Das sollte mal festgehalten werden. Verrückte Welt.

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  2. Deine Kackanekdoten zweifelt hier garantiert niemand an.

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  3. Und jetzt setz ich dem Ganzen endgültig die Krone auf, also krallt euch in eurer Sitzecke fest: Die ersten beiden Schüsseln sind auch verschieden und sind ca. 2,5 Meter voneinander entfernt. Bei der zweiten war nämlich einfach weniger zu beseitigen.

    Bei dem Satz mit dem Inder fehlt ja ein "beizubringen". Peinlich. Ich könnte schwören, dass es im Originaltext nicht fehlt.

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  4. Hab ich rauseditiert, um Dich dümmer dastehen zu lassen.

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  5. Hab ich es mir doch gedacht, wahrscheinlich aufgrund der Enttäuschung, dass mein geistiger Schaden halt doch nur so mittelmäßig ist.

    Aber mal im Vertrauen unter uns Pastorentöchtern, ich war darüber selbst am meisten überrascht.

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