27.8.10

Riesenschwanz, Ossis, Russen, Spielzeug u.v.a.



Zweiohrküken
Schweiger (der sich offenbar zu seinen bayrischen Wurzeln bekennt und "a Til Schweiger Film" ankündigt) beweist erneut sein Untalent als Regisseur, Drehbuchautor und Schauspieler, indem er die Grotte "Keinohrhasen" mühelos unterbietet. Dabei stört weniger der Fakt, daß er mit Furzwitzen, Riesentitten, Riesenschwänzen und sogar Scheiße um sich wirft, als die völlige Dissonanz dieser Fäkalwitzchen mit der rührseligen Liebesgeschichte, für die sich sogar Hedwig Courths-Mahler geschämt hätte. Da Schweiger hier auch wieder nur alte Witze aufwärmt, ist es zumindest konsequent, daß er sich in enge Frauenkleider zwängt und müde Billy Wilder imitiert. Eventuellen Respekt für das schamlose zum Löffel machen verliert er allerdings kurze Zeit später wieder, als er anfängt, vor der Kamera um seine Verflossene zu heulen. So eine Möse.

Friendship!
Schwuler Selbstfindungstrip zweier Ossis, die sich am Ende zwar doch nicht selbst finden, aber dafür die ganze Zeit urst viel DDR-Vokabular verwenden dürfen. Eine „weder Fisch noch Fleisch out of water“-Geschichte. Immerhin ist Schweighöfer mal wieder nicht so oberpeinlich wie bei Schweiger, und ein paar heitere Dialoge gibts auch:
I’m from the DDR. We have no Aids.

Kann ich bestätigen; die Tschernobyl Killerwolke ist damals auch an der Mauer gescheitert und hat nur den Westen verstrahlt.

Salt
Routiniert runtergekurbelter Actionmüll, der zwar ohne Ende doof ist, aber irgendwie doch sehr kurzweilig unterhalten tut. Allroundgenie Kurt Wimmer zeigt sich für das originelle Drehbuch verantwortlich, in dem erfrischenderweise mal keine arabischen Terroristen die Bösewichter sind, sondern Russen. Wie tief er dafür in der Mottenkiste gekramt hat, läßt sich leider nur erahnen.
Trotz aller Actionclichés kommt aber auch die Bildung nicht zu kurz: Der geneigte Zuschauer lernt hier, wie man mit einem Taser ein Auto steuern kann, und daß sich fremde Schultern im Notfall ideal als Schalldämpfer eignen. Ein Trick, der grandios den Erfindungsreichtum des Ostblocks repräsentiert - wir hatten schließlich nüscht.

Toy Story 1-3
Statt ernste Themen mit lächerlichem Kinderquatsch zu mischen, macht Pixar hier das Gegenteil, indem es Kinderspielzeug mit dem Ernst des Lebens konfrontiert.
Trotz vieler möglicherweise kindischen Gags ist das Ergebnis am Ende wesentlich reifer als kochende Ratten, gebrochene Superhelden oder alte Knacker im Ballon und eine schöne Parabel über Freundschaft und das Erwachsenwerden.
Größter Coup des dritten Teils ist, den nuschelnden Mongo Newman auf den Score zu beschränken und stattdessen die Gipsy Kings singen zu lassen.


FAQ About Time Travel
3 Kerle entdecken auf dem Klo des örtlichen Pubs ein Zeitloch und verstricken sich dabei in immer abstrusere Situationen. Aberwitzige, und bis auf das Ende auch logisch durchdachte, Abhandlung über Zeitreisen und ihre Folgen. Very British.

Leap Year
Konventionelle RomCom, die durch den dritten Protagonisten Irland wenigstens was fürs Auge zu bieten hat. Der Rest ist eine naive Aneinanderreihung von Roadmovie Motiven und altmodischen Wertvorstellungen, die letztlich unweigerlich zum großen Happy End führen. Amy Addams Adam Scott heiraten zu lassen oder sie wenigstens die Klippe runterzuwerfen, wäre zwar nett gewesen, aber nicht massentauglich. Schade.

Don't you forget about me
Eine Doku über John Hughes.
Wäre interessant, wenn die Filmstudenten nicht auf die Idee kommen würden, sich in ihrer Suche nach John Hughes selbst zu den Protagonisten dieses Filmes zu machen.
Dafür ein herzliches Fuck You! an Michael Moore und Morgan Spurlock.
Was bleibt sind Erinnerungen der Regisseure, die jeder schon gehört hat, der sich je mit einem Kumpel über Hughes unterhalten hat, ein paar Phrasen dreschende Ex-Hughesler ("We love you. You're so great.") und das letztliche Scheitern am Ende.
Hughes gibt keine Interviews; nicht einmal ein schriftliches Statement.
Sein Tod hätte für den Film nicht besser sein können, da nun mehr Leute auf diese Mogelpackung reinfallen werden.

Happy Ever Afters
Irische Komödie mit ganz vielen häßlichen- aber sympathischen Charakteren, die sich bei zwei parallel verlaufenden Hochzeitsfeiern über den Weg laufen. Humor ist auf dem Niveau von "Death at a Funeral", und auch hier wird es wohl nicht allzu lange dauern, bis Chris Rock im US-Remake als Abschiebekandidat auf seiner Scheinhochzeit tanzen darf, während Luke Wilson verzweifelt nach seiner Runaway Bride sucht.
Lustig und trotz des Themas nicht allzu verkitscht.

Say Goodnight
Beziehungskomödie die stilistisch "Swingers" kopiert, dabei aber wesentlich dreckigere Dialoge auf Kevin Smith Niveau zu bieten hat. Positiv anzumerken ist, daß nicht jede Beziehung im "Friede Freude Eierkuchen"-Land endet. Negativ anzumerken ist, daß streckenweise zu stark versucht wird, postmodern cool zu sein, und es genau deswegen nicht schafft.

Made For Each Other
Typ betrügt seine Frau aus Versehen mit ihrer Schwester und heckt einen Plan aus, in dem er sie zum Seitensprung verleiten will, um vor ihr nicht als komplettes Arschloch dazustehen. Jede Menge gross-out Humor und grenzdebile Dialoge sorgen für sehr lustig Momente, die allerdings alle komplett gegen Patrick Warburton als "Mariner" in "Waterwold - The Musical" abstinken.

Kommentare:

  1. Was krieg ich jetzt für die 30 Sekunden verschwendete Lebenszeit beim Überfliegen dieses Müllpostings?

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  2. Wir verrechnen das einfach mit den verschwendeten Jahren, die ich Dich kenne.

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  3. Dich zu kennen ist jede Minute ein Genuss.

    Fellatio?

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  4. Lolly Roflonsson27. August 2010 um 10:10

    Na super, ich geil ihn den ganzen Abend auf, bis er mich fürn Backofen voll Pommes abserviert und du erntest hier später die süssesten Früchte.

    Und wo ich oben schon Möse lese, was issen hier mit Titten? Ich bin den drögen Mist langsam leid.

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