11.2.10

Nicht nur Hollywood gehen die Ideen aus


Es ist schon sehr anmaßend, wenn sich irgendwelche Kastenköppe den besten B-Film aller Zeiten zum Vorbild nehmen und ihn einfach nach ihrem Gusto verwursten. Es hätte vielleicht was anständiges bei rauskommen können; wir hätten endlich sehen können, wie Söldner mit ihrem eigenen abgehackten Arm verprügelt werden, aus dem Kleinwagen hätte man durch geschicktes Abreißen des Daches ein Cabrio machen können, und man hätte den Film mit dummen Sprüchen vollknallen können, daß sogar Rainer Brandt vor Rührung die Tränen kommen. Leider ist nichts davon passiert.
Statt aus dem Flugzeug zu hopsen, nutzt der russische Arnie Klon einen Fallschirm, es werden keine Telefonzellen aus der Ankerung gerissen, der Sitz im Auto wird nur nach hinten geschlagen, statt gleich komplett entfernt zu werden, hier wird sich nicht durch Wände geprügelt, nicht mit Sägeblättern geworfen, und es gibt keine trashigen Anschlußfehler; sprich: es fehlt all das, was das Original so liebenswert macht. Stattdessen kriegen wir Kung Fu kämpfende Bademeister in Safarikluften zu sehen, Rummelmusik zu hören, die einfach zu schlecht ist um schon wieder gut zu sein, und wir erleben einen Thomas Danneberg, der zu gelangweilt klingt, um den fehlenden Witz wieder wettzumachen.
Leider beweisen die Filmemacher hier eindrucksvoll, wie sehr man trotz fast 1:1 kopierter Einstellungen einen Film phänomenal in den Sand setzen kann; durch minimale Abwandlungen wird das Tempo so stark gedrosselt, daß man als Zuschauer mehr als einmal gegen das Gähnen ankämpfen muß, während die wenigen guten Szenen zu kurz geraten sind, um wirklich Eindruck hinterlassen zu können.
"Schwarzenegger wäre gesprungen" ist eine der besseren Dialogzeilen aus dem Film, die zeigt, daß zumindest der Synchronautor wußte, was in den nächsten 60 Minuten folgen würde. Und genau da liegt auch der Hase im Pfeffer: Schwarzenegger ist gesprungen.

Kommentare:

  1. Ihr habt bei der Umfrage die TITTEN-Möglichkeit vergessen :-(

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  2. Fuck, und ich wundere mich, weswegen die Wahlbeteiligung so gering ist. Danke für den Hinweis.

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