2.2.10

Heute bei den Los Band-Aidos

Ich habs ja so mit Hilfsbereitschaft, also beschließe ich heute mal, irgendwem was zu spenden. Ich schlage also das Telefonbuch auf und finde eine gemeinnützige Organisation, die sich um Aids- und Krebskranke kümmert. "Los Band-Aidos" nennen die sich. Komischer Name denke ich und gehe los. Unterwegs verlaufe ich mich, also frage ich die nette alte Dame, die mir entgegen kommt. "Ey Du Fotze, wo sindn hier die Los Band-Aidos?" Nervös zeigt sie mit dem Ziegefinger auf die Tür neben mir, einen Schuppen, der mich stark an das Titty Twister erinnert. Ich betrete den Laden und wundere mich, was da für abgewrackte Typen rumlungern - scheinen alle vom Krebs und Aids gezeichnet zu sein.
"Tach, ick bin der Alfongs und ick möchte helfen." An der Bar dreht sich ein 2m Schrank in meine Richtung. "Verpiß Dich."
"Nee, laß ma, ick will doch nur helfen. Hier mein Blut zum Beispiel, das ist so fit, das heilt Deinen Krebs, wenn Du es Dir spritzt."
"Dein Blut spritzt gleich, aber nicht in meine Vene, Freundchen."
"Ach das ist ja schön; erst zwei Minuten hier und schon neue Freunde gefunden. Wenn Du mein Blut nicht willst, verteile ich auch gerne Kondome, damit weniger Leute AIDS bekommen." Mit diesen Worten schnippe ich ihm ein Kondom ins Gesicht.
"Sollten die nicht eigentlich unbenutzt sein?", fragt er während mein Sperma an seiner Wange herunterläuft.
"Nee, Du. Ick bin so fit, mein Sperma tötet HI-Viren."
Der Typ steht auf, kratzt sich das Kondom von der Backe und kommt in meine Richtung.
"So so, Leute wie Dich können wir hier wirklich gebrauchen..." Ich bekomme noch mit, wie alle gröhlend auf mich einschlagen, aber als sie anfangen über mir Blase und Darm zu entleeren, verliere ich das Bewußtsein.
Als ich wieder aufwache ist mein Blick verschwommen, er muß sich erst an das helle Sonnenlicht gewöhnen. Ich höre Meeresrauschen und sehe einen Menschen auf mich zu laufen. Es ist irgendein Schlitzi, der in seiner Schlitzisprache auf micht einredet und mir rohen Fisch unter die Nase hält. Ich lehne dankend ab, raffe mich auf und sehe, daß ich an einem Strand bin. Am anderen Ende liegt so etwas wie ein Wrack. Es scheint ein halbes Flugzeg zu sein. Wie bin ich hier hergekommen? Wieso kommt mir das alles so bekannt vor? In dem Moment fällt es mir wie Schuppen aus den Haaren: Lost geht heute in die 6. Staffel, und ich sitze auf einer beschissenen Insel fest und kann es nicht sehen.
video

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Hinweis: Nur ein Mitglied dieses Blogs kann Kommentare posten.