3.8.13

Oliver Kalkofe über Rajko B.

Bezugnehmend auf diesen pulitzerpreisverdächtugen Text von unserem besten Pferd im Stall, Rajko B., meint Oliver Kalkofe:
"Manchmal ja auch ganz erfrischend zu lesen,
wie Kritiker der Kritiker versuchen,
den Spaß zu sezieren...
Hier einer dem ‪#‎SchleFaZ‬ anscheinend nicht gefallen hat,
weil wir die Schlechtigkeit der Filme einfach nicht ernst genug nehmen.
Stimmt.
Und es das alles so schon vorher gab und die Idee quasi ein alter Hut ist.
Okay.
In Amerika wurden Filme auch schon mal von stilisierten Figuren angekündigt... hier in Deutschland kämen mir jedoch nicht gerade all zu viel ähnliche Formate in den Sinn.
Wahrscheinlich Alzheimer.
Egal:
wer sich vom mangelnden Respekt im Umgang mit der würdevollen filmischen Scheißigkeit nicht abschrecken lässt,
der sollte nachher dabei sein!
22 Uhr 15 - TELE 5 -
DER MANN MIT DER KUGELPEITSCHE aka
KNOCHENBRECHER IM WILDEN WESTEN!
Wie schon mehrfach bemerkt:
gar nicht mal so oberkacke, sondern fröhlich vermurkster Italo-Asia-Wester-Easter-Trash!
Denn es darf ja auch ruhig ein bisschen Spaß machen...
auch wenn man über doofe Filme natürlich nicht lachen sollte, das ist politisch nicht korrekt....

Hier übrigens mein Lieblingsausschnitt aus dem Artikel, Seite 2 -
den ich immer noch versuche in all seinen Facetten zu verstehen (ist aber auch sehr heiß heute...):

Rhetorische Ironie
Der Spaß an und mit diesen „schlechtesten Filmen aller Zeiten“ weicht letztlich einer reinen Belustigung über sie, bei der nicht die romantische, sondern rhetorische Ironie im Mittelpunkt steht. Bezeichnend ist, dass gerade durch diesen Verzicht einer Rezeption auf Augenhöhe (oder, wie beschrieben, mindestens einer vielfältigen) der eigentliche Happening-Charakter verloren geht. Einen anderen, sinnvolleren Zugang beschreibt Daniel Kulle in seinem lesenswerten Buch über Ed Wood, den „schlechtesten Regisseur aller Zeiten“: In der kultivierten Beschäftigung mit Trash drücke sich vor allem eine „Widerständigkeit gegenüber der Kanonisierung von Filmen“ aus, mit dem Unterschied, dass die Filme immer auch als Filme verstanden werden. Es also erst einmal nicht darum ginge, ihnen jede Wertigkeit selbstgerecht abzusprechen, sondern ihre Mängel, ihr Nicht-Funktionieren, ihr Scheitern als eine Ästhetik des Schlechten zu begreifen. Weil in ihnen „das Produktionsdispositiv seine Unsichtbarkeit“ verliere – sie also unser konditioniertes Empfinden, was ein guter und was ein schlechter Film sei, herausfordern. Von einer Herausforderung jedweder Art aber ist diese Sendereihe auf Tele 5 leider weit entfernt.

Okay, stimmt wahrscheinlich...
wir werden dieses Format noch mal arte anbieten,
um etwas ernsthafter an das Thema heranzugehen.
Vielleicht macht es ja auch SAT 1 mit Olli Pocher und Cindy aus Marzahn...

Wir sehen uns später!
Beim GELBEN!!!"
 Keine Ahnung, ob Nicht-Gesichtsbüchler das sehen können
 Unbedingt eine Lesung wert sind natürlich auch die Kommentare, in denen uns Rajko geehrt wird: 
 Nur nicht grämen. Das ist nur Mr. Vincent Vega, einer jener hippen Internetkritiker die "irgendwas mit Medien" studiert haben und gegen ihre eigene Durchschnittlichkeit ankämpfen indem sie prinzipiell "anti" sind.

Kommentare:

  1. Ein Olli ist beleidigt, weil jemand seinen Scheiß Scheiße findet. Kommt mir bekannt vor...

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  2. Rajko: Hat Moviepilot von Tele5 ne Millionen bekommen, damit Deine Hasser jetzt Dir zum Trotz Kalkofe schauen?

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  3. Hat man eigentlich GHOSTS OF SHERWOOD zur Ausstrahlung innerhalb dieser Reihe vorgesehen? Das wäre nur konsequent. Der synchrone Kollaps des Trashbegriffs in Werk und Kritik. Der totale Olligasmus.

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  4. Der Olli-Film ist wahrscheinlich selbst für Tele 5 zu schlecht.

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