26.11.10

Romantic Comedies #16 - #19

Flipped


Nachdem er über 10 Jahre - eigentlich sogar fast 20 - keinen guten Film mehr auf die Reihe bekommen hat, reist Rob Reiner einfach zurück in die Vergangenheit, um die Geschichte einer ersten Liebe in den 60ern zu erzählen.
Sie will, er nicht, sie denkt, er wäre einfach nur zu schüchtern, er behandelt sie wie Dreck, sie läßt sich nicht entmutigen, er behandelt sie wie Dreck, sie erkennt, daß er sie wie Dreck behandelt, und er erkennt, daß er sie eigentlich doch ganz doll mag und einfach nur ein Idiot ist. Das Szenario mag einigen bekannt vorkommen - liegt wohl daran, daß es allgegenwärtig ist.
Reicht an Stand by Me selbstverständlich nicht heran, ist aber eine große Steigerung zum widerlichen "Bucket List". Locker und schwungvoll inszeniert, mit vielen guten Oldies unterlegt und trotz des Themas relativ kitschfrei.
Lediglich der Handlungsstrang mit dem Mongobruder (wann spielt Weisman mal ne völlig normale Rolle?) wirkte aufgesetzt und fremdartig. Gut isser trotzdem.

Going the Distance


Drew Berrymore und Justin Long probieren es mit ner Fernbeziehung, und - Überraschung! - es klappt nicht so richtig. Neben dem üblichen Eifersuchtsquatsch bleibt der Film aber erstaunlich bodenständig, nachvollziehbar und ziemlich lustig - Chasing Amy ohne die Homosexualität, Jay und Silent Bob.

Scott Pilgrim vs. the World


Nachdem die Kinoerstsichtung schon relativ gut ausfiel, wurde der Film nun noch einmal dort begutachtet, wo er eigentlich hingehört: im heimischen Spielzimmer, wo Maus, Controller und Fernbedienung neben dem Sessel liegen und Nerdposter an der Wand hängen, die so auch ohne Probleme im Film hätten auftauchen können. Und schon macht der Film noch mehr Spaß - das Videospielambiente ist Scott Pilgrim so förderlich wie die große Leinwand einem "2001", und es ist vermutlich der einzige Film, den man sich auch ohne Spaßverlust während einer regnerischen Zugfahrt auf dem iPhone anschauen könnte. Es bleibt trotzdem Wrights schlechtester Film, was bei den beiden Vorgängern aber gewiß keine Schande ist.

Knight and Day


James Mangold schaut beim Meister Uwe Boll ab und dreht FarCry light ohne schleimige Monster und verrückte Wissenschaftler, aber dafür mit einem Cameo der geheimnisvollen Insel und verdammt viel Selbstironie. Kommt bei Cruise im Alter vielleicht doch ein wenig Weisheit durch...?
Es hätte besserer Nonsens werden können, hätte man die weibliche Hauptrolle nicht an Cameron Diaz gegeben, der man wie Julia Roberts schon seit 20 Jahren den Ruhestand wünscht, damit sie zusammen irgendwo weitab von Kameras einen Bananenquerfressclub gründen können.
Knigt and Day ist aber so konsequent rasant inszeniert, daß man kaum Zeit hat, sich über die Besetzung zu ärgern - ein guter Film ist zwar was anderes, aber falls die Holde mal wieder zusammen einen netten Film sehen will, muß man dabei zumindest nicht die Pickel der Rauhfasertapete zählen.

Kommentare:

  1. Ganz schön seriös rezensiert für deine Verhältnisse.

    Du verlierst an Biss und Ironie, kommt irgendwie unsexy!?!

    AntwortenLöschen
  2. Du gestehst ein, daß ich zumindst mal Biß und Ironie hatte? Wasn mit Dir los?

    AntwortenLöschen

Hinweis: Nur ein Mitglied dieses Blogs kann Kommentare posten.