3.7.13

Arbeit macht frei


Kommentare:

  1. Naja Dirt, sag nicht, dergleichen könnte Dich überraschen. Damals, als bei Home of the Weird noch gearbeitet wurde, bzw. gearbeitet werden sollte, hast Du dir ja selbst öfters frei genommen. Wenn man Alfons alten, inzwischen wohl historischen Klagreden folgt, sollst Du dich öfters einfach so "frei gemacht" haben, ohne dem Realäquivalent des Wortes "Arbeit" auch nur nahegekommen zu sein.

    Trotzdem: audiatur et altera pars. Vielleicht tue ich Dir Unrecht und Alfons war wirklich der Sklaventreiber, als den Du ihn immer hingestellt hattest. Doch...

    ...da fällt mir ein, warum mir das Bild so bekannt vorkommt. Es ist eine perfide Photoshopmanipulation! Das Original hatte mir vor Jahren mal Brian Fantana undercover zugespielt, es sei ein Entwurf für einen internen Aushang bei Home of the Weird gewesen. Ursprünglich waren oben links Alfons und auf der Parkbank Dirt zu sehen, im Hintergrund die Skyline von Schwerin. Damit sollte versinnbildlicht werden, dass vor 2500 Jahren weder Arbeit noch Demokratie in Mecklenburg erfunden worden sind, jetzt aber unter Alfons "Berliner Diktat" andere Seiten aufgezogen werden.

    Das mit dem "Berliner Diktat" wurde beibehalten, alles andere schamlos geklaut.

    Angesichts der heutigen europäischen Zustände kann ich jetzt - sozusagen nachträglich - dein Schicksal nachfühlen. Alas, poor Dirt und: vae victis!

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  2. Ich mache nur eines frei: Und zwar Briefmarken.
    (Fips Asmussen hat mich schon gefragt, ob er die Rechte an dem bekommt. Gebe ich ihm aber nicht)

    Tatsächlich war das beschriebene Bild im Gespräch für den internen Aushang. Letztendlich hat sich Alfons dann für ein anderes Bild mit mehr Drohkulisse entschieden. Darauf war Alfons als KZ-Wächter zu sehen, wie er vor der Tür einer Gaskammer mit eingeschlossenen Juden grinst. Ich selbst wurde zu einem der Juden gefotoshoppt. Dazu die Sprechblase: Jedem das Seine. Diese Einstellung verkauften wir später an Uwe Boll. Von dem Geld lässt sich's Alfons auch jetzt noch auf den Malediven gut gehen.

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  3. Für die Sache mit den Briefmarken biste ja weithin berüchtigt, Dirt. Manch schönes Fräulein in Berliner Spelunken hat mir unter bitterlichen Tränen geklagt, dass sie auf deine Masche mit dem "Briefmarkensammlung zeigen" reingefallen ist und sich dann frei machen musste. Andererseits: wer wirft da den ersten Stein?

    Dass Alfons jetzt auf Bolls Kosten auf den Malediven Urlaub macht, war mir neu. Damals, als er noch bei Home of the Weird schuftete, reichte es nur für Urlaub in der Lüneburger Heide. Woran man sieht, dass von ehrlicher Arbeit noch niemand frei von allen Sorgen wurde. Nur eins blieb gleich: Du musst als Urlaubsvertretung bei schönstem Wetter das stickige Blogbüro hüten. Der ewige Underdog. Zum Trost denk immer daran: Die wahre Freiheit machen die Arbeiter.

    Habe ich übrigens richtig verstanden: Du schreibst ein Soloprogramm für Fips Asmussen unter dem Titel: "Ich mach frei - soll doch der Chef arbeiten"? Das könnte dein Durchbruch werden. Und die Drehbücher schreiben sich sozusagen von selbst - frei Schnauze nach den eigenen Erlebnissen als Ruderer auf der Bloggaleere.

    Noch ein ernsteres Wort zum Abschluss: Dass Bolls "Aufklärungswerk" floppte, liegt eben daran, dass die superbrillante Idee eben nicht von Alfons, Brian und Dirt umgesetzt wurde. Auf die Dokuszenen in Berliner Schulen mit euch dreien hätte ich mich gefreut. "Weihnachtsspaß mit Alfons, Brian und Dirt" gab ja schon einen Einblick in eure sozialen und pädagogischen Konzepte. Da hätten sich die dummen Blagen mehr angestrengt als bei Boll, denn welche Troika besitzt schon mehr Drohpotenzial gegenüber den Unterprivilegierten als Alfons, Brian und Dirt?

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  4. Selbst Schuld die Fräuleins, wenn sie sich heutzutage noch von meinen Briefmarken locken lassen.

    Genau richtig erkannt, mit dem Boll. Eine Szene macht eben auch noch kein Meisterwerk. Wir wollten ja alle einen baumlangen Neger, der die Schüler in "Auschwitz" über Auschwitz interviewt. Aber Boll, die alte Rampensau, hat's ja dann selbst gemacht und den Oberlehrer gespielt.

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  5. Warum nicht mal einen Neger? Super innovative Idee - wenn ihr sie damals selbst umgesetzt hättet. Inzwischen hatte ja Tarantino davon Wind bekommen (durch Boll?) und clever für "Django Unchained" geklaut. Warum nicht in einem Südstaaten-Drama eine deutschsprechende Negersklavin mit Namen "Broomhilda" einführen? Auf sowas wäre der doch von selbst nie gekommen.

    Heute sehe ich für euch schwarz. Einen "baumlangen" Neger könnt ihr euch doch gar nicht leisten (zu den Tarifen vergl. dazu "Django Unchained"), weil Alfons alles Geld auf den Malediven verjubelt. Am Ende läuft's darauf hinaus, dass Alfons Dich nötigen wird, deinen Körper mit schwarzer Schuhcreme einzuschmieren und als Auschwitz-"Neger" in Berliner Schulen aufzutreten. Wie mögen die Berliner Schüler darauf wohl reagieren? Nehmen sie's mit Humor und hänseln Dich mit "Neger, Neger, Schornsteinfeger"? Oder treten sie Dich mit "Du Opfa" gleich zusammen? Und wenn Du grün und blau geschlagen (unter der schwarzen Schuhcreme) wieder im Blogbüro auftauchst, was mag Alfons dann sagen? "Jedem das Seine"?

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  6. Neger... Berliner Schüler... da lebend wieder rauskommen? Unmöglich, das wäre mein Ende. Falls nicht das, würde mich am Alexanderplatz im Brunnen, wenn ich gerade versuche, mir die Schuhcreme vom Körper zu waschen, spätestens dann ein Polizist für einen Irren halten und erschießen.

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