Ich weiß nicht, wie es uns passieren konnte, dass wir unsere tauben Leser bisher so vernachlässigen konnten. Da ich durch übermäßigen lauten Musikkonsum auch mal einer werden werde, bieten wir alle HotW-Beiträge ab sofort auch für Gehörlose an. Der erste kommt von den Zeugen Jehovas:
24.1.14
23.1.14
8.1.14
Zum Coming-Out Thomas Hitzlspergers - Eva Herman meint:
Schwuppe!
Eva Herman ist eine deutsche Autorin und Fernsehmoderatorin. Sie war von 1989 bis 2006 Nachrichtensprecherin der Tagesschau und moderierte bis September 2007 verschiedene Fernsehsendungen für den Norddeutschen Rundfunk (NDR). Seit März 2011 verwaltet sie das Ressort "Politik" bei Home of the Weird, für das Brian, Alfons und Dirt die Kompetenz fehlt. Home of the Weird weist ausdrücklich daraufhin, dass die Meinung der Autorin die der Redaktion widerspiegelt.
2.1.14
2013
Wenn ich sehe, was hier so steht, kommt es mir so vor, als wäre 2013 ein ziemlich bescheidenes Jahr gewesen. Aber vermutlich hab ich die wirklich guten Filme einfach wieder verpaßt.
Favoriten:
einfach schlecht:
Favoriten:
Perks of Being a Wallflower
Clear History
Star Trek Into Darkness
Dredd
Silver Linings Playbook
Maniac
Dredd
Silver Linings Playbook
Maniac
Bachelorette
Taint, The
Taint, The
Jack Reacher
Beste Fortsetzung des Jahres:
Diary of a Wimpy Kid: Dog Days
Doof aber geil
Olympus Has Fallen
Pacific Rim
Furious 6
White House Down
White House Down
This is the End
Campaign, The
Resident Evil: Retribution
Bait
gut:
World War Z
Kick-Ass 2
Last Stand, The
Premium Rush
Cabin in the Woods
End Hai-Alarm am Müggelsee
immer noch irgendwie gut:
Odd Thomas
Heat, The
My Week with Marilyn
I Declare War
Bling Ring, The
I Give it a Year
Wer's Glaubt Wird Selig
Blah:
Oblivion
Mud
Words, The
Cloud Atlas
Kyss meg for faen i helvete
Brass Teapot, The
Now You See Me
We're the Millers
To Do List, The
Bernie
Bait
gut:
World War Z
Kick-Ass 2
Last Stand, The
Premium Rush
Cabin in the Woods
End Hai-Alarm am Müggelsee
immer noch irgendwie gut:
Odd Thomas
Heat, The
My Week with Marilyn
I Declare War
Bling Ring, The
I Give it a Year
Wer's Glaubt Wird Selig
Blah:
Oblivion
Mud
Words, The
Cloud Atlas
Kyss meg for faen i helvete
Brass Teapot, The
Now You See Me
We're the Millers
To Do List, The
Bernie
Bullet to the Head
Internship, The
Komplett vergesen, also keine Ahnung ob blah oder blah:
Save the Date
Liberal Arts
For a Good Time, Call…
Oranges, The
guilty pleasure:
Internship, The
Komplett vergesen, also keine Ahnung ob blah oder blah:
Save the Date
Liberal Arts
For a Good Time, Call…
Oranges, The
guilty pleasure:
Stuck in Love
ATM
einfach nur guilty ohne pleasure:
Vampirschwestern, Die
ATM
einfach nur guilty ohne pleasure:
Vampirschwestern, Die
einfach schlecht:
Movie 43
Here Comes the Boom
Hitchcock
So Undercover
Hell Baby
Hansel and Gretel: Witch Hunters
Pain and Gain
Gangster Squad
Wolverine
Here Comes the Boom
Hitchcock
So Undercover
Hell Baby
Hansel and Gretel: Witch Hunters
Pain and Gain
Gangster Squad
Wolverine
Schlechtes Regiedebut schlechter Schauspieler:
Man of Tai Chi
Schlussmacher
Schlussmacher
Schlechtester Versuch im Fahrwasser von Harry Potter und Twilight Kohle zu scheffeln:
Mortal Instruments - City of Bones
Schlechte Fortsetzungen, von denen man mehr hätte erwarten können:
Taken 2
Good Day to Die Hard, A
Prometheus
Man of Steel
This is 40
Man of Steel
This is 40
Schlechte Fortsetzungen von schlechten Filmen:
Hangover Part III, The
Percy Jackson - Sea of Monsters
Gefallene Helden:
Hypnotisören
Django Unchained
Life of Pi
World's End, The
Schlußlichter:
Purge, The
Upside Down
Mann tut was Mann kann
Kokowääh 2
Purge, The
Upside Down
Mann tut was Mann kann
Kokowääh 2
1.1.14
Alfons, Du Lutscher, wo bleibt Deine Best-of-Filmliste für 2013?
Alfons und mich verbindet nicht viel. Aber wir beide haben Filmgeschmack. Wenn ich mir einen Porno ansehe und ihn in der Onlinefilmdatenbank bewerte, hat Alfons ihn meist schon gesehen. Und seltsamerweise sind wir oft einer Punktemeinung. Also Alfons, ich bin zu faul, das komplette Jahr 2013 abzugrasen, her mit Deinen Tipps, damit ich kostbare Lebenszeit sparen kann!
30.12.13
Bei RTL ist die Flagge dieser Tage auf Halbmast
Als Schumi noch sprechen konnte, hat er mich weniger genervt als derzeit. Gucke ich gestern nicht "Küss den Frosch" auf RTL, als dieser von einer Breaking-News-Ausgabe unterbrochen wurde. "Gut, neue Infos über die Anschlag-Serie in Stalingrad", dachte ich mir, als plötzlich bedröppelte RTL-Reporter vorm Krankenhaus in Grenoble standen und von Schumi berichteten. Jenem Steuerflüchtling, dessen einzige Leistung es ist, mit vermutlich nicht ganz ausgeglichener ökologischer Bilanz ganz oft am schnellsten 80 Runden im Kreis gefahren zu sein. Nun herrscht auf RTL und BILD die größte Staatsbetroffenheit seit Dirk Bach.
Schumi nur noch wenige Facebook-Likes von Genesung entfernt
| Auch die "Bild"-Zeitung hilft fleißig mit |
Auf Twitter könne ebenfalls geholfen werden, auch wenn sich die Ärzte noch nicht einig sind, wie viele Kurzmitteilungen mit den Hashtags #kaempfenschumi und #prayforschumi noch fehlen, damit die schweren Kopfverletzungen Schumachers von alleine verheilen.
27.12.13
25.12.13
Nachbetrachtung des Weihnachtsspaßes
Nach unserem gestrigen Besuch im Waisenheim hat der kleine Timmy mir mit dem Waisenheim-PC heute ein Foto von unseren Muppet-Figuren geschickt, die Alfons und ich mit den Kindern geknetet haben.
24.12.13
Weihnachtsspaß mit Brian, Alfons und Dirt V
Jedes Jahr einige Tage nach Heiligabend bringt uns der Storch einen ganzen Sack voll Post mir Leserbriefen. So schrieb letztes Jahr jemand an uns:
Hallo Brian, Alfons und Dirt,
Ihr seid ja prinzipiell ganz cool und Eure Berichte meist spannend und knackig, aber was ihr zu Weihnachten immer fabriziert, ist absolut geschmacklos. Weihnachten ist doch das Fest der Liebe und wir feiern die Geburt von unserem Erlöser Jesus Christus. Ich hoffe, trotz solch perverser und kranker Gedanken, die Eure dunklen Herzen umtreiben, wird Jesus Euch irgendwann doch noch retten und Ihr Euch in seinem Schoße wiegen können.
Herzlichst,
Euer Mr. Hankey
Briefe wie solche haben uns nachdenklich gemacht. Waren wir wirklich menschliche Legierungen aus dem Genmaterial von Adolf Hitler, Armin Meiwes und Joseph Fritzl? Die drei heiligen Könige des Bösen? Während Alfons und ich eher dazu tendierten, dies als eine Art Ritterschlag aufzufassen und wir uns in stillweigendem Einvernehmen beipflichtend zunickten, war Brian hingegen sehr traurig und sichtlich mitgenommen: "Wo habt Ihr mich da nur reingezogen!? Was wird meine Mutter nur von mir denken!?... Nein! Damit ist jetzt Schluss! Diesen Heiligabend werden wir den Menschen wirklich eine Freude bereiten!" Da Brian doch irgendwie unser Donny ist - ein guter Bowler und ein guter Mensch -, beschlossen wir, zum Waisenhaus als Ursprung unserer Weihnachtssünden zurückzukehren und alles von damals wiedergutzumachen. Ich will an dieser Stelle nicht wie sonst zu viel Süßholz raspeln, aber Brian hatte sich mächtig ins Zeug gelegt: Süßigkeiten für die Kleinen gekauft, die Räume festlich geschmückt, eine CD von Rolf Zuckowski aufgelegt, Knete zum Nachbasteln der Muppets-Weihnachtsgeschichte mitgebracht und für jedes der Waisenkinder ein kleines Geschenk organisiert. Als ich ihm helfen wollte, die Geschenke einzupacken, bestand er darauf, dies alles selbst zu machen. Er begleitete mich sogar aufs Klo, als ich Groß musste, um sicherzugehen, dass meine Scheiße diesmal auch wirklich im Lokus landete. Immerhin war es eine Ferguson. - Pardon, jetzt ist mir doch noch wieder ein Fäkalwort rausgerutscht. Aber insgesamt, denke ich, haben wir, Alfons und ich, uns diesmal richtig ins Zeug gelegt. Jedenfalls sahen wir viele kleine Waisenkinderaugen, die vor Freude glänzten.
Hallo Brian, Alfons und Dirt,
Ihr seid ja prinzipiell ganz cool und Eure Berichte meist spannend und knackig, aber was ihr zu Weihnachten immer fabriziert, ist absolut geschmacklos. Weihnachten ist doch das Fest der Liebe und wir feiern die Geburt von unserem Erlöser Jesus Christus. Ich hoffe, trotz solch perverser und kranker Gedanken, die Eure dunklen Herzen umtreiben, wird Jesus Euch irgendwann doch noch retten und Ihr Euch in seinem Schoße wiegen können.
Herzlichst,
Euer Mr. Hankey
Briefe wie solche haben uns nachdenklich gemacht. Waren wir wirklich menschliche Legierungen aus dem Genmaterial von Adolf Hitler, Armin Meiwes und Joseph Fritzl? Die drei heiligen Könige des Bösen? Während Alfons und ich eher dazu tendierten, dies als eine Art Ritterschlag aufzufassen und wir uns in stillweigendem Einvernehmen beipflichtend zunickten, war Brian hingegen sehr traurig und sichtlich mitgenommen: "Wo habt Ihr mich da nur reingezogen!? Was wird meine Mutter nur von mir denken!?... Nein! Damit ist jetzt Schluss! Diesen Heiligabend werden wir den Menschen wirklich eine Freude bereiten!" Da Brian doch irgendwie unser Donny ist - ein guter Bowler und ein guter Mensch -, beschlossen wir, zum Waisenhaus als Ursprung unserer Weihnachtssünden zurückzukehren und alles von damals wiedergutzumachen. Ich will an dieser Stelle nicht wie sonst zu viel Süßholz raspeln, aber Brian hatte sich mächtig ins Zeug gelegt: Süßigkeiten für die Kleinen gekauft, die Räume festlich geschmückt, eine CD von Rolf Zuckowski aufgelegt, Knete zum Nachbasteln der Muppets-Weihnachtsgeschichte mitgebracht und für jedes der Waisenkinder ein kleines Geschenk organisiert. Als ich ihm helfen wollte, die Geschenke einzupacken, bestand er darauf, dies alles selbst zu machen. Er begleitete mich sogar aufs Klo, als ich Groß musste, um sicherzugehen, dass meine Scheiße diesmal auch wirklich im Lokus landete. Immerhin war es eine Ferguson. - Pardon, jetzt ist mir doch noch wieder ein Fäkalwort rausgerutscht. Aber insgesamt, denke ich, haben wir, Alfons und ich, uns diesmal richtig ins Zeug gelegt. Jedenfalls sahen wir viele kleine Waisenkinderaugen, die vor Freude glänzten.
22.12.13
Dirt besorgt Weihnachtsgeschenke #2 - Diesmal für seine Oma
Meine Oma ist ein Mensch, den man mit Semino Rossi glücklich machen kann. So wie eigentlich alle Omas und Opas. An dieser Stelle philosophiere ich immer, welche biochemischen Prozesse mit den Jahren im Hirn wohl stattfinden mögen, dass man an so einer hirnverbrannten Scheiße Gefallen finden kann. Ist dieses Schicksal unausweichlich? Werden wir als "Family Guy" guckende Rentner eines Tages tatsächlich irgendwann einmal nicht mehr cool sein? Und dieser Blog wirklich irgendwann mal out? Ein Mensch gibt mir Hoffnung, dass die Humordemenz nicht jeden treffen muss: Sieben Berge. Herzlichen Glückwunsch, der Goldene Alfons für den (einzigen) Leser des Jahres ist bereits zu Dir unterwegs!
21.12.13
Dirt besorgt Weihnachtsgeschenke #1
Alfons wird es nicht gefallen, dass ich zunehmend Clips unserer Systemmedien poste, die nicht rechnen können und uns mit ihren Rundfunkbeiträgen schröpfen. Ich find's nicht so schlimm, solange sie davon Fußballübertragungen einkaufen. Was Alfons allerdings davon hält, ist weitgehend bekannt. Er hasst Fußball wie ich Kondome. Und dann kommt jetzt auch noch was von Hans Werner Olm, und zwar völlig unironisch. Aber er gibt hier wirklich eine sehr schön vorgetragene Ode an den Mann zum besten. Darauf gestoßen bin ich, als mir beim Weihnachtsgeschenkeüberlegen in einem Anflug von Kreativität der Einfall kam, meine Eltern einfach zu 'nem Comedian zu schicken. Schließlich kann ich ihnen ja nicht jedes Jahr in einen Karton kacken, wie ich das sonst zu Weihnachten immer so pflege.
Letztendlich stellte sich heraus, dass meine Alten an dem Termin keine Zeit hätten. Also habe ich sie jetzt zu Mario Barth geschickt.
Letztendlich stellte sich heraus, dass meine Alten an dem Termin keine Zeit hätten. Also habe ich sie jetzt zu Mario Barth geschickt.
19.12.13
Fashion or Porn?
Try it. Ich hab' bisher zu meiner Schande noch nicht viele Level erreicht. Ich bin gespannt, ob Alfons als Gaming-Experte das durchzuspielen schafft.
17.12.13
9.12.13
In anderer Sache
Von: "Referat fuer Hochschulpolitik RefRat HU Berlin" <hopo@refrat.hu-berlin.de>
Datum: 09.12.2013 13:56
Betreff: [hu-an-studis] PM: HU Berlin entfernt Portrait von Antirassistin und ehrt stattdessen NSDAP-Mitglied Adolf Butenandt
An: <hu-an-studis@lists.hu-berlin.de>
09.12.2013
Pressemitteilung des Referats für Hochschulpolitik im Referent_innenRat
der HU Berlin
Kontakt: hopo@refrat.hu-berlin.de
Telefon: (030) 2093-46662
Kontaktpersonen: Elisa Weidenhammer, Enno Hinz
HU Berlin entfernt Portrait von Antirassistin und ehrt stattdessen
NSDAP-Mitglied Adolf Butenandt
Am Morgen des 05.12.2013 tauchte im Internet und per Mail an Strukturen
der Verfassten Studierendenschaft ein Bekenner_innenschreiben einer Gruppe
namens "Wissen im Widerstand" auf, die sich dazu bekannte "einen Nazi im
Hauptgebäude der Humboldt Universität Berlin überwältigt und entführt" zu
haben. [1]
Gemeint ist Adolf Butenandt, dessen Portrait im Hauptgebäude aus der Reihe
der Nobelpreisträger_innen entwendet wurde. Stattdessen tauchte an der
Stelle ein Portrait der Refugee-Aktivistin Napuli Paul Langa auf.
Die Gruppe wolle damit darauf aufmerksam machen, "dass im Hauptgebäude der
HU nationalsozialistische Nobelpreisträger in einer patriarchalen
Ahnengalerie von "Wissenschaftsvätern" geehrt werden," heißt es in dem
Schreiben.
Adolf Butenandt war Mitglied der NSDAP, forschte zum Beispiel an der
Luftwaffenversuchsstation in Rechlin und arbeitete eng mit NS-Forschern
wie Günther Hillmann und Otmar Freiherr von Verschuer zusammen, deren
Arbeit auch Experimente an KZ-Gefangenen in Auschwitz involvierte.
"Dass in der HU zahlreiche Nazis und Kolonialrassisten mit Portraits
geehrt werden und die kolonialen Forschungsreisen von Alexander von
Humboldt als Inbegriff von Wissenschaft und Neugier verherrlicht werden,
zeigt die tiefe Verwurzelung von Kolonialrassismus in der weißen_deutschen
Wissenschaft" heißt es im Bekenner_innenschreiben, und weiter: "Um die
Kontinuität der rassistischen Ehrungen zu durchbrechen, haben wir diesen
freigewordenen symbolischen Raum einer Person gewidmet, die Widerstand
gegen bestehende Machtverhältnisse leistet."
Für die "Freilassung" Butenandts fordern sie unter anderem, dass die HU
ihre Zusammenarbeit mit der Stiftung Preußischer Kulturbesitz beendet,
welche zahlreiche zu Kolonialzeiten geraubte Gegenstände besitzt und
teilweise ausstellt. Die HU plant gemeinsam mit der Stiftung die
Ausstellung "Humboldtforum" in der Rekonstruktion des Berliner
Stadtschlosses.
Außerdem fordert die Gruppe "unbefristete Bereitstellung von Ressourcen
zur umfassenden Aufarbeitung der Kolonial- und NS-Vergangenheit der HU",
"Keine Ehrung von NS- und Kolonialverbrecher_innen", "Umsetzen eines
umfangreichen Konzeptes gegen Rassismus", sofortigen Ausstieg aus
UniAssist, die "Umbenennung der Universität" sowie die Abschaffung von
Zugangsbeschränkungen, Präsidium, Studienverlaufsplänen und Bewertungen.
Auch solle die Uni "ihren Einfluss geltend machen und auf den Berliner
Senat, allen voran Henkel, einwirken, um die Räumung der von Refugees
besetzten Schule und des Protestcamps am Oranienplatz zu verhindern".
Für einige der Forderungen setzen sich auch Studierendenvertreter_innen
schon lange ein, ein Beispiel ist der Ausstieg der HU aus dem Verein
UniAssist.
"UniAssist ist ein Verein, bei dem sich Menschen mit nicht-deutscher
Hochschulzugangsberechtigung kostenpflichtig bewerben müssen. Das ist
rassistisch, außerdem ist der Preis für Bewerbungen je nach
Staatsbürgerschaft unterschiedlich: Menschen mit deutscher
Staatsbürgerschaft zahlen an der HU nichts, egal, wo sie ihren Abschluss
gemacht haben, Menschen mit EU-Staatsbürgerschaft 43 Euro und alle anderen
68 - für eine einzige Bewerbung! Und aufgrund der hohen Zugangshürden
müssen sich Bewerber_innen im Normalfall an zahlreichen Unis bewerben.
Hinzu kommt, dass der Verein unzuverlässig arbeitet und kaum ansprechbar
ist. Die HU muss austreten und Stellen schaffen, um sich fortan selbst
diesen Bewerbungen zu widmen," sagte dazu João Fidalgo, studentischer
Vertreter im Akademischen Senat.
Noch im Laufe des Freitags wurde das Portrait von Napuli Paul Langa
seitens der HU entfernt und stattdessen ein Schild an die Wand geklebt:
"Das Portrait von Adolf Butenandt ist durch Unbekannte gewaltsam entfernt
worden und wird in Kürze hier wieder zu sehen sein."
Elisa Weidenhammer, Referentin für Hochschulpolitik im Referent_innenRat
der HU: "Dass das Portrait von Butenandt überhaupt an der Wand hing, ist
schon schlimm genug - dass die HU es nun offenbar erneut aufhängen möchte,
zeigt, dass rassistische Zustände an der HU Normalzustand und Kritik daran
dem Präsidium anscheinend vollkommen egal sind. Anders kann ich mir nicht
erklären, wie die Uni es fertig bringen kann, das Portrait einer
Antirassistin abzuhängen und durch das eines Nazis zu ersetzen.
Aufarbeitung der eigenen Geschichte sieht anders aus."
"Dass der Sprecher der HU die Aktion im Tagesspiegel auf Diebstahl
reduziert, ohne auf die Kritik der Entführer_innen einzugehen, ist
bemerkenswert ignorant" fügt Enno Hinz hinzu, ebenfalls Referent für
Hochschulpolitik, "gerade auch weil in dem Bekenner_innenschreiben
thematisiert wird, wie Butenandt zahlreiche Täter vor der Entnazifizierung
schützte, indem er argumentierte, dass Wissenschaft per se unpolitisch
sei. Ob er nun ein erfolgreicher Chemiker war oder nicht; das Portrait
eines Nazis hat in der Uni nichts zu suchen. Die Universitätsleitung täte
gut daran, die Fotografie von Napuli Paul Langa umgehend wieder
aufzuhängen und alle anderen Nazi-Portraits zu entfernen. Der HU-Präsident
Olbertz hat jetzt Gelegenheit, eine antifaschistische Haltung unter Beweis
zu stellen."
Das Referat für Hochschulpolitk fordert das Präsidium der HU auf, zu
seinem Verhalten und den Forderungen des Bekenner_innenschreibens Stellung
zu nehmen.
[1] Bekenner_innenschreiben: https://linksunten.indymedia.org/node/100883
Home of the Weird fordert: keine Verhandlungen mit Terroristen (siehe Air Force One)!
Wenn das Bild nicht zurückgegeben wird, soll der Platz aus Protest mit einem Portrait von Adolf Hitler gefüllt werden!
Datum: 09.12.2013 13:56
Betreff: [hu-an-studis] PM: HU Berlin entfernt Portrait von Antirassistin und ehrt stattdessen NSDAP-Mitglied Adolf Butenandt
An: <hu-an-studis@lists.hu-berlin.de>
09.12.2013
Pressemitteilung des Referats für Hochschulpolitik im Referent_innenRat
der HU Berlin
Kontakt: hopo@refrat.hu-berlin.de
Telefon: (030) 2093-46662
Kontaktpersonen: Elisa Weidenhammer, Enno Hinz
HU Berlin entfernt Portrait von Antirassistin und ehrt stattdessen
NSDAP-Mitglied Adolf Butenandt
Am Morgen des 05.12.2013 tauchte im Internet und per Mail an Strukturen
der Verfassten Studierendenschaft ein Bekenner_innenschreiben einer Gruppe
namens "Wissen im Widerstand" auf, die sich dazu bekannte "einen Nazi im
Hauptgebäude der Humboldt Universität Berlin überwältigt und entführt" zu
haben. [1]
Gemeint ist Adolf Butenandt, dessen Portrait im Hauptgebäude aus der Reihe
der Nobelpreisträger_innen entwendet wurde. Stattdessen tauchte an der
Stelle ein Portrait der Refugee-Aktivistin Napuli Paul Langa auf.
Die Gruppe wolle damit darauf aufmerksam machen, "dass im Hauptgebäude der
HU nationalsozialistische Nobelpreisträger in einer patriarchalen
Ahnengalerie von "Wissenschaftsvätern" geehrt werden," heißt es in dem
Schreiben.
Adolf Butenandt war Mitglied der NSDAP, forschte zum Beispiel an der
Luftwaffenversuchsstation in Rechlin und arbeitete eng mit NS-Forschern
wie Günther Hillmann und Otmar Freiherr von Verschuer zusammen, deren
Arbeit auch Experimente an KZ-Gefangenen in Auschwitz involvierte.
"Dass in der HU zahlreiche Nazis und Kolonialrassisten mit Portraits
geehrt werden und die kolonialen Forschungsreisen von Alexander von
Humboldt als Inbegriff von Wissenschaft und Neugier verherrlicht werden,
zeigt die tiefe Verwurzelung von Kolonialrassismus in der weißen_deutschen
Wissenschaft" heißt es im Bekenner_innenschreiben, und weiter: "Um die
Kontinuität der rassistischen Ehrungen zu durchbrechen, haben wir diesen
freigewordenen symbolischen Raum einer Person gewidmet, die Widerstand
gegen bestehende Machtverhältnisse leistet."
Für die "Freilassung" Butenandts fordern sie unter anderem, dass die HU
ihre Zusammenarbeit mit der Stiftung Preußischer Kulturbesitz beendet,
welche zahlreiche zu Kolonialzeiten geraubte Gegenstände besitzt und
teilweise ausstellt. Die HU plant gemeinsam mit der Stiftung die
Ausstellung "Humboldtforum" in der Rekonstruktion des Berliner
Stadtschlosses.
Außerdem fordert die Gruppe "unbefristete Bereitstellung von Ressourcen
zur umfassenden Aufarbeitung der Kolonial- und NS-Vergangenheit der HU",
"Keine Ehrung von NS- und Kolonialverbrecher_innen", "Umsetzen eines
umfangreichen Konzeptes gegen Rassismus", sofortigen Ausstieg aus
UniAssist, die "Umbenennung der Universität" sowie die Abschaffung von
Zugangsbeschränkungen, Präsidium, Studienverlaufsplänen und Bewertungen.
Auch solle die Uni "ihren Einfluss geltend machen und auf den Berliner
Senat, allen voran Henkel, einwirken, um die Räumung der von Refugees
besetzten Schule und des Protestcamps am Oranienplatz zu verhindern".
Für einige der Forderungen setzen sich auch Studierendenvertreter_innen
schon lange ein, ein Beispiel ist der Ausstieg der HU aus dem Verein
UniAssist.
"UniAssist ist ein Verein, bei dem sich Menschen mit nicht-deutscher
Hochschulzugangsberechtigung kostenpflichtig bewerben müssen. Das ist
rassistisch, außerdem ist der Preis für Bewerbungen je nach
Staatsbürgerschaft unterschiedlich: Menschen mit deutscher
Staatsbürgerschaft zahlen an der HU nichts, egal, wo sie ihren Abschluss
gemacht haben, Menschen mit EU-Staatsbürgerschaft 43 Euro und alle anderen
68 - für eine einzige Bewerbung! Und aufgrund der hohen Zugangshürden
müssen sich Bewerber_innen im Normalfall an zahlreichen Unis bewerben.
Hinzu kommt, dass der Verein unzuverlässig arbeitet und kaum ansprechbar
ist. Die HU muss austreten und Stellen schaffen, um sich fortan selbst
diesen Bewerbungen zu widmen," sagte dazu João Fidalgo, studentischer
Vertreter im Akademischen Senat.
Noch im Laufe des Freitags wurde das Portrait von Napuli Paul Langa
seitens der HU entfernt und stattdessen ein Schild an die Wand geklebt:
"Das Portrait von Adolf Butenandt ist durch Unbekannte gewaltsam entfernt
worden und wird in Kürze hier wieder zu sehen sein."
Elisa Weidenhammer, Referentin für Hochschulpolitik im Referent_innenRat
der HU: "Dass das Portrait von Butenandt überhaupt an der Wand hing, ist
schon schlimm genug - dass die HU es nun offenbar erneut aufhängen möchte,
zeigt, dass rassistische Zustände an der HU Normalzustand und Kritik daran
dem Präsidium anscheinend vollkommen egal sind. Anders kann ich mir nicht
erklären, wie die Uni es fertig bringen kann, das Portrait einer
Antirassistin abzuhängen und durch das eines Nazis zu ersetzen.
Aufarbeitung der eigenen Geschichte sieht anders aus."
"Dass der Sprecher der HU die Aktion im Tagesspiegel auf Diebstahl
reduziert, ohne auf die Kritik der Entführer_innen einzugehen, ist
bemerkenswert ignorant" fügt Enno Hinz hinzu, ebenfalls Referent für
Hochschulpolitik, "gerade auch weil in dem Bekenner_innenschreiben
thematisiert wird, wie Butenandt zahlreiche Täter vor der Entnazifizierung
schützte, indem er argumentierte, dass Wissenschaft per se unpolitisch
sei. Ob er nun ein erfolgreicher Chemiker war oder nicht; das Portrait
eines Nazis hat in der Uni nichts zu suchen. Die Universitätsleitung täte
gut daran, die Fotografie von Napuli Paul Langa umgehend wieder
aufzuhängen und alle anderen Nazi-Portraits zu entfernen. Der HU-Präsident
Olbertz hat jetzt Gelegenheit, eine antifaschistische Haltung unter Beweis
zu stellen."
Das Referat für Hochschulpolitk fordert das Präsidium der HU auf, zu
seinem Verhalten und den Forderungen des Bekenner_innenschreibens Stellung
zu nehmen.
[1] Bekenner_innenschreiben: https://linksunten.indymedia.org/node/100883
Home of the Weird fordert: keine Verhandlungen mit Terroristen (siehe Air Force One)!
Wenn das Bild nicht zurückgegeben wird, soll der Platz aus Protest mit einem Portrait von Adolf Hitler gefüllt werden!
5.12.13
Wie Alfons zum Mann wurde
Alfons jammerte in letzter Zeit nur noch rum, da hab' ich ihn in ein russisches Boot-Camp geschickt:
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