10.3.10

Randnotiz #3

Mir war heute langweilig, da dachte ich mir "Hältste Dir mal ne Knarre an den Schädel und schaust was passiert." Leider kam mir dabei so ein dummer Wichser in die Quere. Fuck you, Dawson!

Clip Eigentum von NBC

9.3.10

"I'm intelligent, what do you want from me?"

Paul Thomas läßt eine Dame für eine Rolle in Vivids Remake von "Deep Throat" vorsprechen. Daß sie die Titeltätigkeit ausüben kann, hat sie vorher schon eindrucksvoll bewiesen, aber wie sieht es mit ihrem Schauspiel aus..?

Clip Eigentum von World of Wonder/Showtime
Das Drehbuch stammt natürlich von Paul Thomas himself, und Vivid Chef Steve Hirsch hat dazu eine ähnliche Meinung wie die Diva: "This is one of the stupidest scripts I've read in my entire life."
Ich will nicht zuviel verraten, aber die Dame wird trotzdem für den Film engagiert, um dann nach keinem halben Tag vom Set geschmissen zu werden.Welch Überraschung.
Damit sind übrigens Titten und Arsch der Umfrage in einem Rutsch abgehakt.

8.3.10

Romantic Comedies #8

Tenure


Charlie ist Englischprofessor an einem Hinterhofcollege und will unbedingt die Festanstellung auf Lebenszeit haben. Kurz vor der Entscheidung wird allerdings die neue Professorin Elaine (Gretchen Mol) eingestellt, die einen wesentlich besseren Ruf hat und mit ihm um die gleiche Stelle buhlt. Charlies bester Kumpel Jay sieht nur einen Ausweg: einen Kleinkrieg mit Elaine anzufangen und dabei keine Möglichkeit auszulassen, sie zu diffamieren. Charlie sieht das zwar anders, da Elaine einfach zu nett ist, aber Jay ist ein Dickkopf - ein Dickkopf mit vielen Ideen.
Tenure hat die Bezeichnung "romantische Komödie" verdient; er ist nämlich wirklich eine Komödie, die ihren Humor vor allem aus der Melancholie Wilsons und den Holzhammerkalauern Koechners zieht - eine gewagte Kombination, die unerwartet gut harmoniert. Charlies Begegnungen mit Frauen, Kollegen oder der Familie wirken grotesk aber nie künstlich aufgesetzt und auch Jays dämliche Aktionen oder seine Jagd nach dem Yeti sind trotz ihrer Überzeichnung noch glaubhaft und nachvollziehbar. Die Romanze zwischen Charlie und Elaine ist gerade am Aufblühen und es endet, wenn andere Geschichten erst anfangen: vor dem ersten Kuß. Es geht hier viel mehr um das Kennenlernen, das miteinander vertraut werden, um Freundschaft, Verzicht und Selbstfindung. Dabei wird nicht vor blumiger Sprache zurückgeschreckt, ohne aber in die Fäkalwelt eines Kevin Smith abzudriften; dafür ist Tenure zu reif.
Manch einem mag das als eine zu halbgare Mischung erscheinen, aber dem offenen Geist dürfte dieser kleine Film mehr als gefallen.


Und natürlich, haben wir es geschafft, auch hierfür ein erweitertes Ende aufzutreiben. Es zeigt Charlie und Elaine, die zwecks eines Dates gerade das Haus verlassen und...aber seht selbst:

6.3.10

Knallharter seriöser Journalismus

Oscar 2010 - Die Gewinner


Da Brian Fantana als Undercover Reporter nicht allzu viel taugt, habe ich mich persönlich in den korrupten Sumpf begeben und mit allen Academy Mitgliedern gevögelt. Es war nicht leicht, da einige von ihnen unersättlich waren, aber dafür habe ich 2 Tage vorher eine Liste der Gewinner bekommen. Alfons, die männliche Hure, die sich für seine Leser prostituiert.
Aber was rede ich noch, hier ist sie, die Liste mit der Ihr jedes Tippspiel gewinnt:

Bester Film

  • The Hurt Locker


    Hauptdarsteller

  • Matt Czuchry - I Hope They Serve Beer In Hell


    Nebendarsteller

  • Christoph Waltz - Inglourious Basterds

    Hauptdarstellerin

  • Diora Baird - Stan Helsing

    Nebendarstellerin

  • Saoirse Ronan - The Lovely Bones

    Animated Feature

  • Avatar

    Art Direction

  • Ink

    Kamera

  • Gamer

    Kostüme

  • Brüno

    Regie

  • Dito Montiel - Fighting

    Schnitt

  • Crank 2 - High Voltage

    Fremdsprachiger Film

  • Männersache

    Makeup

  • Avatar

    Musik

  • Giacchino - Star Trek

    Song

  • Terminator - DuDumDumDuDum

    Soundmix

  • Whatever Works

    Effekte

  • G.I. Joe

    Drehbuch (adaptiert)

  • Transformers - Revenge Of The Fallen

    Drehbuch (original)

  • G-Force
  • 5.3.10

    Die wirklich allerletzte Legion

    Legion

    Der Pfad der Gerechten ist zu beiden Seiten gesäumt mit Freveleien der Selbstsüchtigen und der Tyrannei böser Männer. Gesegnet sei der, der im Namen der Barmherzigkeit und des guten Willens die Schwachen durch das Tal der Dunkelheit geleitet. Denn er ist der wahre Hüter seines Bruders und der Retter der verlorenen Kinder. Ich will große Rachetaten an denen vollführen, die da versuchen meine Brüder zu vergiften und zu vernichten, und mit Grimm werde ich sie strafen, dass sie erfahren sollen: Ich sei der Herr, wenn ich meine Rache an ihnen vollstreckt habe.


    Da stehen sie nun deppert in der Wüste und haben keine Ahnung, was da abgeht: gerade erst hat eine nette alte Dame Papa in den Hals gebissen und Mama als Fotze bezeichnet, und keine fünf Minuten später steht Erzengel Michael mit einem Haufen Knarren im Gepäck auf der Matte, um den neuen Messias zu beschützen. Das ist nicht gerade einfach - immerhin hat Gott persönlich die Apokalypse befohlen...
    Es grenzt schon an ein biblisches Wunder, daß hier alle Schauspieler ihre Dialoge aufsagen können, ohne dabei ständig laut loszulachen, aber vermutlich war es ihnen aufgrund der Bezahlung egal (Bettany, Dutton, Gibson), sie waren zu besoffen (Quaid) oder einfach nur zu doof (Black, PalIcki), um zu erkennen daß sie sich damit der absoluten Lächerlichkeit preisgeben.
    Legion ist der lustigste Film seit Knowing, der homoerotischste Film seit 300 und der größte Trash seit Uwe Boll. Doofe Handlung, schlechte One-Liner und ein Engel, der mit einer MG in jeder Hand auf alles ballert was sich bewegt - eine solch cineastische Meisterleistung durften wir nicht mehr auf der Leinwand erleben, seit Arnie vor über einem Jahrzehnt mit ner Knarre gegen den Teufel antrat.
    Somit gibt es endlich mal wieder eine Granate der unfreiwilligen Komik im Kino zu sehen, und den sollte man sich nicht entgehen lassen, denn so schnell wird den Film keiner vom Trash-Thron stoßen.
    Ps: Obwohl der Film auf der Tittenskala eine 0/10 bekommt, sollte man Willa Holland positiv erwähnen, die bei O.C. schon gezeigt hat, daß mal ein heißes Ding aus ihr werden wird. Dürfte allerdings die wenigsten hier interessieren, da sie inzwischen legal ist.
    Pps: Vor dem Film lief ein Trailer, der gute Chancen hat, Gurke des Jahres zu werden:

    4.3.10

    Quickies



    Обитаемый остров
    Völlig mißlungene Verfilmung des brillanten Buches, die es schafft trotz handlungstreuer Adaption völlig am Thema vorbei zu gehen. Aus dem subtilen Humor wird grimassaler Klamauk, aus einer von Atomkriegen gezeichneten grauen Welt wird eine billige Blade Runner Kulisse und Schauspieler werden durch dauergrinsende Nichtskönner ersetzt.
    Das Endergebnis wirkt wie eine mißglückte Hitchhiker's Guide Parodie - damit hat man den Strugazkis keinen Gefallen getan.

    Saw VI
    Solange den Leuten nicht die Ideen für perverse, menschenverachtende Folterwerkzeuge ausgehen, solange kann man auch damit rechnen, daß jedes Jahr ein neuer SAW Teil das Licht der Welt erblicken wird. Nun weiß man nach 5 Teilen gar nicht mehr so richtig, was man dazu noch Neues sagen kann - die Handlung ist immer noch stark überkonstruiert, die Filme sind immer noch dämlich und man kann doch nicht aufhören zuzuschauen. Eine Filmreihe für alle, die gerne bei Autounfällen zusehen, um hinterher mit einem Stöckchen die Leichen zu pieksen.

    Brüno
    Nach keinerlei Erwartungen überrascht Brüno doch positiv; im Gegensatz zu Borat, der als stinkender Hinterwäldler mit offenen Armen empfangen wurde, hat man für Brüno von Anfang an nur offenen Haß übrig, wodurch die Wirkung doch ein wenig anders ist. Das Lachen bleibt hier eher im Halse stecken, weil gar nicht erst versucht wird, sich zu verstellen und höflich zu sein - ist schließlich nur ein Homo.
    Vieles wirkt/ist manipuliert, worauf im Audiokommentar auch eingegangen wird, trotzdem ist der Film unheimlich komisch, weil Cohen sich nie aus der Fassung bringen läßt und seine Rolle konsequent durchzieht, auch wenn er sich dadurch mehr als einmal in Gefahr begibt.

    Tony
    Am Anfang wird Mitleid geschürt; Tony ist einsam, hat keine Freunde, wirkt unsicher und durch sein zurückhaltendes Auftreten wie das Musterbeispiel eines Kinderfickers.
    Somit ist es nicht verwunderlich, daß die Nachbarschaft genau ihn im Visier hat, nachdem plötzlich ein Junge verschwindet.
    Für Tonys Handlungen gibt es keine sichtbare Motivation und keine Erklärung, sein Charakter wird nur ansatzweise durch seine Interaktion mit anderen durchleuchtet, wodurch dem Zuschauer ein mulmiges Bauchgefühl beschert wird, da oft Mitleid und Mißtrauen kollidieren.
    "Tony" ist kurz, komisch, traurig und fesselnd, da stört es weniger, daß die Handlung an manchen Stellen unglaubwürdig konstruiert wirkt.

    City Of Ember
    Kinderabenteuerfilm, der statt auf gute Computereffekte lieber auf spannende Atmosphäre setzt. Dabei erinnert er in seinem Schnitzeljagdcharakter stark an die Goonies, setzt aber wenig bis gar nicht auf deren Humor, was ihn wesentlich düsterer erscheinen läßt. Dazu trägt noch der Punkt bei, daß keine Erklärung geliefert wird, und man über die Hintergründe komplett im Dunkeln gelassen wird, was für ein Walden Media Produkt relativ untypisch ist, da es dem Zuschauer wesentlich mehr Eigeninitiative abverlangt.

    Carriers
    Ein postapokalyptischer Film, der die Klaustrophobie einer weiten leeren Welt einfängt, und dessen beklemmendste Momente in den letzten Botschaften einer untergegangenen Zivilisation zu finden sind, die sich eher beiläufig durch den Film ziehen. "Carriers" hat wenig mit "Dawn of the Dead"- und vor allem nichts mit Zombies zu tun, sondern erinnert in seinen größten Momentan stark an Murphys Klassiker "Quiet Earth".

    Perfect Life
    Wieder so ein Mindfuckfilm, der mit schnellen Schnitten durch verschiedene Erzählperspektiven eilt, und am Ende mit einem blassen Plottwist aufwartet, der einmal mehr lehrt, daß der Weg das Ziel ist. Und da er nicht steinig ist, läuft er sich bequem und angenehm.

    Night Of The Creeps
    Herrlicher 80er Horrorquatsch mit einem launigen Tom Atkins
    "The good news is your dates are here." -
    "What's the bad news?" -
    "They're dead."

    The Running Man
    Der Film ist unheimlich gealtert und einer der Titel, die wirklich mal ein Remake vertragen könnten, da eine adäquate Umsetzung des Buches immer noch aussteht.
    Macht als Schwarzenegger Vehikel aber immer noch halbwegs Laune, auch wenn nicht mehr alle seiner Sprüche zünden. Irgendwie erstaunlich ist vor allem, daß sich bisher noch niemand getraut hat, das Showformat wirklich mal zu bringen - scheiß Menschenrechtler.

    Day of the Triffids (2009)
    Eine BBC-Miniserie, die sich ziemlich viel Schelte gefallen lassen mußte, was bis 10 Minuten vor dem Ende aber nicht nachvollziehbar ist. Hier wird auf Endzeitdrama gesetzt statt auf Endzeitaction, aber vielleicht wurde das Thema der Killerblumen für viele auch zu ernst angepackt, statt mit der nötigen Priese Trash. Vergleichsmöglichkeiten fehlen mir in dem Fall aber, da ich das Buch nicht gelesen habe und die erste Verfilmung hier noch eingeschweißt rumliegt, seit ich sie vor Jahren mal für 2€ auf dem Wühltisch entdeckt habe.

    Randnotiz #2

    Sitze im Bus.
    Der Bus hält an.
    Die Tür öffnet sich.
    "Nehmen Sie mich bis zum Kutschi mit?" -
    "Nein!"
    Tür zu, Bus fährt los und läßt einen Mann mit offenem Mund zurück.
    War amüsiert.

    2.3.10

    Ein wenig Anstand ist noch da

    Liebe Studierende,

    wie ihr sicherlich den Medien entnommen habt, hat die S-Bahn Berlin GmbH aufgrund des anhaltenden Verkehrschaos' im vergangenen Jahr eine Entschädigungszahlung für den Monat Dezember 2009 zugesagt. Gemeinsam haben der AStA FU, die Freie Universität Berlin und die S-Bahn folgendes Verfahren vereinbart:

    Wer sich zum Sommersemester 2010 rückmeldet und im Dezember 2009 Inhaber/in eines Semestertickets war, erhält mit den Semesterunterlagen zum Sommersemester 2010 einen personalisierten Verrechnungsscheck über 26,42 EUR
    (1/6 des Semesterticketpreises ohne Sozialfonds).


    Den Monat Dezember geschenkt, obwohl Bus, Tram und U-Bahn wie gewohnt verkehrten, und der Ring auch nur geringe Störungen zu verzeichnen hatte - das ist mehr als fair. Braucht Die Bahn momentan gute Presse, um von dem S-Bahn Debakel abzulenken? Sollen wir durch die 26,42 € verdrängen, daß der Regelverkehr erst 2011 wieder gewährleistet sein wird? - Wer weiß, es hätte aber auch anders laufen können; ich erinnere da z.B. an den BVG Streik von 2008, bei dem über 2 Monate lang kein Bus, keine Tram und keine U-Bahn fuhr; was hat die BVG damals getan, um sich bei den stehen gelassenen Studenten zu entschuldigen? - Nichts, und deswegen ist jeder rückerstattete Euro ein Euro mehr als man erwartet hätte.
    Danke S-Bahn Berlin GmbH

    Und für alle, die sich jetzt hier durch 3 Sätze ohne Bilder quälen mußten, gibts hier auch eine kleine Entschädigung.

    Brian Fantana Undercover #3: Commercial Breakdown

    Nachdem Brian Fantana es bisher nicht so richtig gebacken bekommen hat, echte Skandale aufzudecken, sahen wir keine andere Möglichkeit, als ihn an die frische Luft zu setzen. Im Angesicht seiner zerbrochenen Existenz hatte er aber eine letzte Idee: Er würde für einen Teleshoppingsender einen Werbespot drehen, den wir dann hier gegen Kohle zeigen sollten. "Wir tun unseren Lesern doch keine Werbung an", war meine erste Reaktion. Sieht beschissen aus, und paßt auch meistens nicht ins Gesamtbild des Blogs. "Nein, nein", antwortete Brian, "wir verkaufen das als eine meiner Undercover Geschichten, und setzten voll auf den Sensationsjournalismus der Regenbogenpresse. Und bei jedem verkauften Produkt bekommen wir Prozente. 'Story mit Herz meets Capitalism'."
    Als ich die Summe sah, die Brian Fantana geboten wurde, war ich sofort einverstanden; davon konnte man immerhin ein Wochenende durchsaufen. Und so wie erst einmal die Gewinnbeteiligung beginnen würde, müßte keiner von uns je wieder arbeiten.
    Also Leute, kauft den Scheiß, damit wir uns weiter die Sonne auf denBauch scheinen lassen können.


    Clip Eigentum von HBO

    1.3.10

    Großtat im Land der Dichter und Denker

    Meine Mutter, die auch gleichzeitig meine Schwester und Oma ist, ist ein riesiger Fußballfan. Wenn sie nicht gerade die Hamburger Philharmoniker dirigiert, feuert sie leidenschaftlich unsere brasilianischen X-Beiner an. Nun steht im Sommer ja bald die WM auf dem Aids-Kontinent an und da gilt es auch wieder die Welt mit so einem richtig schmissigen Song wie von den Sportfreunden Stiller, Oliver Pocher oder Revolverheld zu beschenken. Da lässt sich Sigrid natürlich nicht lumpen.

    Opas Pimmeldreher

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